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  • Autor oder Herausgeber: Martin Roussel x
  • Sozialphilosophie & Politische Philosophie x
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in Die imaginäre Dimension der Politik
in Perspektiven der politischen Ästhetik
Begründet von Oliver Kohns und Martin Doll
HerausgeberInnen: Oliver Kohns und Oliver Kohns
Die Reihe »Texte zur politischen Ästhetik« stellt die Verbindung von Ästhetik und Politik nicht in den Zusammenhang der Darstellung oder Kritik politischer Verhältnisse in ästhetischen Werken, sondern fragt, inwiefern das Politische immer schon auf Ästhetik, bestimmte Formen der Sichtbarwerdung, des Wahrgenommenwerdens und folglich der ästhetischen Repräsentation angewiesen ist. Der Forschungsansatz ist durch eine kulturwissenschaftliche Perspektive auf Politik geprägt, die dezidiert für interdisziplinäre Fragestellungen geöffnet ist – unter Einbeziehung etwa von Medien- und Literaturwissenschaften, Philosophie, Soziologie, Geschichts-, Kunst- und Musikwissenschaft. Die Reihe wird von Forschern der Universität Luxemburg herausgegeben und strebt – dem Anspruch der Universität gemäß – eine internationale und damit auch komparatistische Ausrichtung an. Weitere Informationen unter: www.figurationen.lu.
Politische Macht an sich ist unsichtbar. Um zu erscheinen, ist sie auf Fiktionen angewiesen: Der machtvolle Politiker oder der Wille des »Volks« wird in politischen Inszenierungen sichtbar gemacht. Der Band untersucht ästhetische Konzepte, die in politischen Inszenierungen in der Geschichte Europas wirksam waren und sind.
Ziel des Bands ist eine Antwort auf die Frage, wie ästhetische Praktiken politisch wirksam werden – und wie sie in ästhetischen Werken reinszeniert werden. Die Beiträge analysieren in literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive die politische Ästhetik ebenso in Schillers Jungfrau von Orleans oder Novalis’ Glauben und Liebe wie in der Tiersymbolik der Politik oder der politischen Ästhetik der Wahrheitskommissionen in Südafrika. Es geht weniger um eine Systematik möglicher Zugriffe auf die Frage der politischen Ästhetik als vielmehr um die Sichtbarmachung möglicher Forschungsperspektiven.
Politische Imaginationen bzw. ein politisches Imaginäres werden in der Kulturtheorie und -wissenschaft seit einigen Jahren vermehrt als Grundlage politischer Organisation benannt. Der Band lotet die Möglichkeiten und Chancen dieser »imaginären Dimension der Politik« aus und diskutiert deren Rolle in einschlägigen Modellen einiger einflussreicher Theoretiker der neueren Zeit (Althusser, Anderson, Badiou, Castoriadis, Iser, Lacan, Lefort, Rancière u.a.). Da das Imaginäre seine eigene Genealogie hat, reflektieren die einzelnen Beiträge nicht nur die verschiedenen Theorien, sondern fragen auch kritisch nach ihrer (Vor-)Geschichte.