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Bildwissenschaft - Medienästhetik - Kunstgeschichte
Der Band fragt nicht nach der Fotografie, nicht nach dem Medium Fotografie und nicht nach ihrer Geschichte. Statt dessen erörtert er interdisziplinär das bildtheoretische Potential einer Beschäftigung mit dem Fotografischen in Fotografie und Video. Vier Leitmotive gliedern das Buch: Gefragt wird nach dem Fotografischen im klassischen Paragone der Künste, nach dem Fotografischen im Kontext der Theorie von Reproduktion und Appropriation, nach dem Fotografischen im modernistischen Diskurs um Medienspezifik und Postmedialität sowie nach dem Fotografischen als dispositive Struktur. In der Auseinandersetzung mit fotografischen Arbeiten (Acconci, Evans, Graham, Warhol u.a.) wird deutlich, daß das Fotografische in seiner apparativen Bedingtheit auf besondere Weise auf die Konditionen des Bildlichen im Abbildlichen zu lenken vermag.
HerausgeberInnen: Martina Dobbe und Ursula Ströbele
Statue, Körperbild, plastische Konfiguration, Raummodulation, Spezifisches Objekt, performative Installation, skulpturale Situation – die Geschichte der Skulptur hat ihren Gegenstand in vielen Begriffen konzeptualisiert. Nachdem die Selbstverständlichkeit der Skulptur in der Moderne immer wieder in Frage gestellt worden war, wurde angesichts der „Entgrenzung der Künste“ auch der Versuch einer medienspezifischen Befragung für obsolet erklärt.
Ein besonderer Aspekt der Gegenständlichkeit von Skulptur war und ist ihre physische Konkretheit. Als plastische Artefakte weisen Skulpturen über sich hinaus und insistieren zugleich auf einer Körperlichkeit, die unhintergehbar ist. Dieses Skandalon der Skulptur zwischen Faktizität und Aktualität diskutiert der Band in theoretischer Perspektive und an konkreten Beispielen, wobei die Prämissen einer „Skulptur im erweiterten Feld“ leitend sind.
Schriften zu Skulptur und Architektur
Reihe: Bild und Text
HerausgeberInnen: Christian Spies und Martina Dobbe
Skulptur und Architektur spielen in den jüngeren bildwissenschaftlichen Diskussionen der Kunstgeschichte allenfalls eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, wie Gundolf Winters Schriften zeigen, in denen er die Frage nach dem Ikonischen in der Auseinandersetzung mit dreidimensionalen Bildern aufgeworfen hat.
Während das Nachdenken über das Bild im Sinne des Flächenbildes eine dichte kunsttheoretische und ästhetische Tradition besitzt, können medien- und bildästhetische Bestimmungen der Skulptur und der Architektur weniger aus der Theorie, als in der anschaulichen Auseinandersetzung mit diesen Bildformen gewonnen werden. Das zentrale Anliegen der hier versammelten Texte Gundolf Winters ist es, den Prozess des Sehens von Skulptur und Architektur als bildstiftenden Akt zu rekonstruieren. Skulptur und Architektur - als dreidimensionale Bilder verstanden - waren für Winter in besonderer Weise geeignet, die eigene Disziplin auf ein bildliches Sehen zu verpflichten.