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Phänomenologie der Sprache und Kunst bei Gustav Spet und Aleksej Losev
In: Diskurse der Personalität
Die Begriffsgeschichte der 'Person' aus deutscher und russischer Perspektive
Der Begriff der ›Person‹ gilt als Schlüsselbegriff der europäischen Moderne. Wie unterschiedlich sich jedoch die Diskurse über die Person entwickeln können, zeigt erst ein Vergleich aus interkultureller Perspektive. Der Band untersucht, welchen Bedeutungswandel die Begriffe der Personalität in der deutschen und russischen Kultur und Philosophie erfahren. Er macht damit die gemeinsamen und unterschiedlichen Wege in die Moderne sichtbar. Die 'Diskurse der Personalität' stellen die Begriffsgeschichte der ›Person‹ erstmals aus einer interkulturellen Perspektive dar, indem sie den Bedeutungswandel der Personalitätsbegriffe in der deutschen und russischen Ideengeschichte rekonstruieren. Im Unterschied zur universalistischen Auffassung der Person als eines autonomen Subjekts in der klassischen deutschen Philosophie hebt der Diskurs der Personalität in Russland die Bedeutung der Personalität als einer unverwechselbaren Individualität hervor.
In: Diskurse der Personalität
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In: Diskurse der Personalität
In: Diskurse der Personalität
Untersuchungen zum russischen Gerechtigkeitsdiskurs
Normativität wird meist als rechtliches oder philosophisches Problem erforscht. Anhand russischer Gerechtigkeitsdebatten wird dagegen in diesem Buch gezeigt, welche sprachlichen Phänomene zur Entstehung normativer Äußerungen beitragen. Gerechtigkeit scheint ein 'ewiges Thema' zu sein. Bereits in der Antike schieden sich an ihr die Geister, und bis heute streitet man darüber, was getan werden muss, kann oder soll, damit Gerechtigkeit herrscht. Solche normativen Äußerungen stehen im Zentrum des Buches, das nicht nur ein theoretisches Modell für die Entstehung von Normativität durch Sprache entwirft, sondern auch anhand der russischen Gerechtigkeitsdebatten der letzten 200 Jahre zahlreiche Beispiele für das Zusammenwirken argumentativer, modaler und evaluativer sprachlicher Verfahren anführt und damit ein Stück russischer Kulturgeschichte beleuchtet.
Die Frage nach der Gerechtigkeit beschäftigt die Philosophie seit der Antike. Doch stellt sich mit Blick auf die Vielfalt der Gerechtigkeitsvorstellungen in historischer wie interkultureller Perspektive die Frage, ob die Suche nach einem universellen Prinzip des Gerechten angesichts der Vielschichtigkeit des Phänomens überhaupt erfolgreich sein kann. Inwiefern es daher sinnvoller erscheint, von einer irreduziblen Pluralität der Gerechtigkeit auszugehen, wird in den Beiträgen dieses Sammelbandes aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus diskutiert. Im Fokus stehen die Suche nach einer interkulturellen Perspektive auf drängende Gerechtigkeitsprobleme unserer Zeit sowie die Frage nach dem Verhältnis der Gerechtigkeit zu anderen normativen Ansprüchen und deren Quellen wie Liebe oder Humanität.