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In: Robert Walsers 'Ferne Nähe'
In: Kunst und Arbeit
Ästhetische Repräsentation des Alltäglichen im 20. Jahrhundert
Die Frage nach Wirklichkeitsnähe und -wirkung ist so alt wie die Kunst. Gleichwohl wurde sie nicht zu allen Zeiten unter denselben Vorzeichen gestellt. Die Klassische Moderne etwa setzt sich vom Realismusbegriff des 19. Jahrhunderts kritisch ab – ohne dabei auf Mimesis verzichten zu wollen. Das Buch versammelt Beiträge aus der Bildtheorie (Lambert Wiesing), Kunstgeschichte (Elke Bippus), Fotografiegeschichte (Friedrich Weltzien), Filmwissenschaft (Ursula von Keitz), Thea-terwissenschaft (Theresia Birkenhauer), Musikwissenschaft (Beate Kutschke), Geschichtswissenschaft (Arnd Hoffmann) und Lite-raturwissenschaft (Gerhard Plumpe, Sibylle Omlin, Alexandra Kleihues). Eine Relektüre des titelgebenden Essays von Roland Barthes stellt den gemeinsamen Bezugspunkt eines interdis-ziplinären Gesprächs über die Verortung des Realen in der Kunst dar.
In: Realitätseffekte
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In: Realitätseffekte
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Heimliche und verpönte Blicke in Literatur und Kunst
Die Schaulust hat, mehr noch als der reine Sehvorgang, in der europäischen Kulturgeschichte eine höchst ambivalente Einschätzung erfahren. Allzu rasch ist sie als Voyeurismus moralisch disqualifiziert worden. Doch unauffällige, verstohlene oder indiskrete Blicke sind noch nicht unbedingt solche eines Voyeurs. Dieser tritt relativ spät erst in Erscheinung, ihm kommt in Literatur und Kunst erst nach 1800 eine gesteigerte Aufmerksamkeit zu. Ziel des Bandes ist es, auf eine möglichst breite Skala von gesellschaftlich unbeachteten, nicht gewürdig-ten oder sogar tabuisierten Sehvorgängen aufmerksam zu machen, wie sie etwa in Werken des 19. und 20. Jahrhunderts erscheinen. Entsprechend unterschiedlich fallen die ästhetischen und moralischen Bewertungen solcher Blickweisen aus.
Zum Verhältnis von Ästhetik und Arbeitsanthropologie vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Vorstellungen von Kunst als Domäne des Schöpferischen erlangen in der Neuzeit wachsenden Einfluss auf den Begriff der Arbeit. Zugleich aber positionieren die Künste sich als Instanz der Ökonomie-Kritik und erheben den Anspruch, Alternativen bereitzustellen zur bürgerlich-kapitalistischen Arbeitswelt oder gar zu Arbeit überhaupt.
Die Beiträge des Bandes untersuchen im Spannungsfeld dieser Beziehung von Kunst und Arbeit Schnittstellen, Wechselwirkungen und Reibungen zwischen ästhetischen, ökonomischen und (bio)politischen Prozessen in ihren historischen Veränderungen. Das Spektrum reicht von der Entgrenzung der Kunst und ihrer Neuentdeckung des Lebens bis zur gegenwärtigen Überblendung von flexibilisierten Erwerbsbiografien und dem Ideal des freien, ungebundenen Künstlers in einer postdisziplinären Gesellschaft.