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  • Author or Editor: Almut Shulamit Bruckstein x
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Materialien zu Rembrandt und Midrasch
In Anlehnung an jüngste Arbeiten von Georges Didi-Huberman, Gottfried Boehm, Jacques Derrida, Luce Irigaray und Elliot R. Wolfson stellt Almut Sh. Bruckstein Ausschnitte einer erzählenden philosophischen Poesis vor, welche in der Berührung so disparater Materialien wie Rembrandt und Midrasch, Derrida und Talmud, Orhan Pamuk und die via negativa, einen Gestus des Erotischen einfordert. In Briefform und im Umgang mit Rembrandt folgt Bruckstein dem schreibenden Begehren nach einer Grenzüberschreitung des (andro-zentrischen) Territoriums jüdischer Textwelten. Sich auf Wegen der Diss-emination, von aussen her kommend ein Inneres aufsprengend, den Denkwegen der Rabbinen anzu-nähern und diese im Kontext der Bilder methodisch neu zu insze-nieren, ist das Desideratum, welches Vom Aufstand der Bilder aufgreift und einzulösen sucht.
Doing and Un-doing Things - Notizen zur epistemischen Architektur
In überwiegend englischer Sprache entwickelt das House of Taswir eine an-archische Methode dinglicher Verdichtung, Zersplitterung und Umordnung. Es rückt die Dinge mit akribischer Präzision aus ihrem angestammten Zusammenhang: eine Denkfigur, die sich auf Freud und Warburg, aber auch auf Ibn Arabi, die Meister der Kabbalah, der Hadithe und des Talmud gründet.
Durch die Verknüpfung prämoderner Wissenswege mit surrealistischen Montagetechniken und dem Sampling zeitgenössischer Künstler schafft das House of Taswir eine radikale Gleichzeitigkeit diachroner Bezüge. Bruckstein entwirft darin eine epistemische Architektur, deren kosmopolitische Protagonisten sich aufgrund der unermesslichen Desaster im 20. Jahrhundert weitgehend zurückgezogen haben: insbesondere jüdische Protagonisten und rabbinische Quellen treten im House of Taswir in überraschenden, neuen Gewändern auf.

Das House of Taswir, von den Grafikern Verena Gerlach und Hannes Aechter auf spektakuläre Weise gesetzt, ist eine materielle, künstlerische, theoretische Inspiration für alle, die über eine Neuinszenierung nicht-linearer Wissensordnungen, digitale schwarze Löcher in Büchern und über die politisch-subversive Bedeutung einer „flachen Welt“ im öffentlichen Raum nachdenken.

Verhandlungen zwischen Recht, Philologie und Psychoanalyse
Deutung spielt sowohl als Methode/Praxis wie auch als Gegenstand der Reflexion in Rechts- und Literaturwissenschaften, Theologie und Psychoanalyse eine zentrale Rolle.
Im Zuge der Ausdifferenzierung des modernen Wissenschaftssystems haben die verschiedenen Disziplinen eigene Deutungskulturen entwickelt. Zudem ist der state of the art seit dem linguistic turn längst nicht mehr durch ein gemeinsames hermeneutisches Vorverständnis der Tätigkeit des Deutens definiert. Ins Gewicht fällt dennoch, dass die genannten Disziplinen so etwas wie einen verbindlichen Bezug zu Texten anerkennen und sich damit grundlegend vom mainstream der messenden und zählenden Wissensformationen unterscheiden. Es ist höchste Zeit, den gegenseitigen Austausch deutungsgebundener Disziplinen anzustreben. Der Band versammelt in diesem Sinne juristische, literaturwissenschaftliche und psychoanalytische Beiträge zum Thema.