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In: Schweigen
In: Arbeit am Gedächtnis
In: Freundschaft
Author: Alois Hahn

Abstract

The article reconsiders plagiarism under the perspective of “re-usages” (Mehrfachverwendungen). Is it plagiarism, to say “I love you”? In a first step, the article lines out the many facades of use, re-use and abuse of motives. A further step is the analysis of the different contexts in which re-usages take place. Identical events are not possible (“One cannot step twice into the same river”), yet it is important to understand when, in which social context and how these events can be considered as repetition. Also phenomena like oblivion or chance influence the perception of events, ideas or music as repetition or innovative. Thus repetitions may not even exist and if they do, they always appear in an individual new context as is demonstrated with further literary and musical examples.

In: Imitationen
Zur Ästhetik der Disziplinierung
Ästhetische Praxis kommt ohne Disziplinierung nicht aus und umgekehrt ersinnt die Disziplin des Strafens theatrale Szenarien. Offenbar bestehen zwischen ästhetischer Praxis und Strafvollzug unbeachtete Verbindungen: So bedient sich die Strafjustiz bei der Ästhetik und ihren reinigenden Verfahren mit dem Anliegen, die Gesellschaft von Störungen zu befreien. Umgekehrt erscheint die Ästhetik nicht nur als eine Disziplin der Philosophie, sondern erweist sich auch als Räsonnement regulierender Wirkungen, das als Beschränkung künstlerischer Autonomie zurückwirkt. Inhalt Strafe und Zivilisation. Aus den Antikensälen der Kultur (GERTRUD KOCH) Katharsis und Kunstlosigkeit. Von der Beherrschung des Publikums zur Anarchie der Kunst (LUDGER SCHWARTE) Als selbst die Künstler die Todesstrafe forderten (SAMUEL Y. EDGERTON) Disziplin im Arsenal der Leidenschaften. Die Kunst des Strafens (ALOIS HAHN) Die Disziplin der Ästhetik. Eine Lektüre von 'Überwachen und Strafen' (CHRISTOPH MENKE) Gerichtsspiele. Fiktive Schuld und reale Strafe im Theater und vor Gericht (SYLVIA SASSE) Die wahre Kunst, die Strafe der Straftat anzumessen (GRAEME NEWMANN) Kunst als Strafe für Kunst. Vom Eifer des Vollzugs im Moskauer Aktionismus (GEORG WITTE) Selbstverstümmelungs-Performances (ERIKA FISCHER-LICHTE) Bilder, die töten – Tod im Bild. Michael Powells 'Peeping Tom' (ELISABETH BRONFEN)
Theorien und Poetiken
Was ist Freundschaft? Die traditionelle Bestimmung der Freundschaft, die Aristoteles so wirkungsmächtig als eine Praxis des nahen Zusammenlebens zwischen Gleichen bestimmt hatte, ist nicht mehr das, was unsere heutige Kultur der Freundschaft ausmacht. In unserer Zeit sind Freundschaften eingebunden in offene und dynamische soziale Netzwerke, sie sind temporär und plural, sie verwirklichen sich oft eher in der Distanz der telekommunikativen Medien als in der Gegenwärtigkeit des anderen. Der Band fragt nach den historischen Bestimmungen des Begriffes der Freundschaft und seinen philosophischen, theologischen, soziologischen und literarischen Bedeutungen, um das Bewusstsein dafür zu öffnen, was Freundschaft sein kann.
»Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen« – so Wittgensteins berühmtes Diktum. Gewöhnlich fasst man das »Worüber« des Schweigens im mystischen Sinne auf: als das, was jenseits des menschlichem Erkennen Zugänglichen und mit sprachlichen Mitteln Artikulierbaren liegt. Man kann aber auch an das Jenseits des Kommunizierbaren denken, was durchaus erkennbar ist, aber sich jeder Mitteilung versperrt: weil es niemand gern hören, weil es der Sache, dem Redner oder dem Hörer schaden würde und was der Gründe mehr sind, lieber »darüber« zu schweigen. In politisch-historischer Hinsicht geht es hier um das Schweigen unter den Nachwirkungen traumatischer Leiderfahrungen und dem Druck von Scham und Schuld, das als Form des Verdrängens und Vergessens, aber auch als Mittel zur Überwindung von Gewalt im Interesse der Zukunft und Versöhnung interpretiert wurde. Der Band stellt aber auch ein reichhaltiges Repertoire an ästhetischen Formen der Nicht-Repräsentation vor wie Pause, Lücke, Leerstelle, insgesamt negative Verfahren, die Schweigen durch entsprechende Rahmung paradoxerweise zur Erscheinung bringen.