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In: Autorität
Philosophische, kulturanthropologische, literarhistorische und linguistische Beiträge
Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge widmen sich aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen dem Verhältnis von Zeit und Text. Die Anordnung der Beiträge spiegelt dieses interdisziplinäre Interesse insofern wieder, als systematische Perspektiven entwickelt und Problemhorizonte eröffnet werden. Sie beziehen sich auf die unterschiedlichen Verlaufsformen von Zeit, auf die Wahrnehmungsformen von Zeit und Zeitlichkeit, auf die sprachtheoretische Fokussierung von Textualität und den Zeitbezug von Texten sowie auf das Verhältnis von Zeit und System (Luhmann, Derrida). Mit Beiträgen von Sophie Bertho, Peter Blumenthal, Günter Dux, Hans-Martin Gauger, Hans-Ulrich Gumbrecht, Wolfgang Harms, Andreas Kablitz, Rainer Kokemohr, Jan-Dirk Müller Wulf Oesterreicher, Annette Sabban, Jeffrey T. Schnapp, Karlheinz Stierle, Bernhard Waldenfels, Rainer Warning
Performative Perspektiven
Mit ihrer Proklamation, das Subjekt sei tot, ist die Postmoderne zweifellos über ihr Ziel hinausgeschossen: Planung, Erinnerung oder Darstellung des eigenen Handelns ist ohne ein Konzept des Selbst nicht möglich.
Die Disziplinen Linguistik, Psychologie und Philosophie debattieren mit der Soziologie, der Literaturwissenschaft, Medientheorie, Kunst-, Theater- und Filmwissenschaft über die Reflexion des Selbst. Dabei werden Selbstreflexionen als performative Prozesse angesehen. Es ergibt sich ein vieldimensionales Bild, das präzise Bestandsaufnahmen mit neuen Ansätzen kombiniert.

Der deutsche Schauerroman um 1800
Um 1800 geht das Gespenst einer neuen populären Romanform um: der Schauerroman.
In 17 Beiträgen wird die Entstehung des deutschen Schauerromans als eigenständige Formation in der Spätaufklärung und Frühromantik rekonstruiert und diskursgeschichtlich untersucht.
Ausgehend von anthropologischen Grundannahmen der Spätaufklärung zum Phänomen des Schauers u.a. bei Schiller und Grosse, über eine Reihe von Einzeluntersuchungen zu populären Formen des Schauerromans vom Ausgang der Romantik bis zur Jahrhundertwende um 1800, führt der Band die Kristallisation einer spezifisch romantischen Ästhetik des Schauerromans in den Schriften Tiecks, Jean Pauls und Hoffmanns vor.
Imperiale Figurationen um 1800
Series:  Anfänge
Das Buch geht dem eigenartigen Phänomen nach, dass Geschichte auch und vielleicht gerade dann, wenn sie glaubt, einen absoluten Anfang zu setzen, Übertragung oder Wiederholung von etwas ist, das bereits stattgefunden hat. Die mannigfachen Formen und Funktionen der übertragenen Reichsidee, die vom Reich der Zwecke und Reich der Freiheit über das Reich Gottes auf Erden zum Reich des Schönen reichen, stehen im Zentrum des Bandes. Seine Beiträge fragen nach der Bereicherung, die das neue Reich durch den Rückgriff auf ein anfängliches Reich in der griechischen und römischen Antike erfährt.
Literatur im Zeichen des Suizids
Warum bleibt im Gedächtnis nur, was nicht aufhört, weh zu tun, wie Nietzsche einmal gesagt hat? Der vorliegende Sammelband sucht Antworten darauf – im Werk und im Suizid von Autoren wie Heinrich von Kleist, Virginia Woolf, Yukio Mishima, Anne Sexton, Hermann Burger und David Foster Wallace. Es scheint einen fatalen Zusammenhang zu geben zwischen Dichtung, die den Erwartungshorizont der Zeitgenossen sprengt, und dem Suizid des Dichters – einen fatalen Zusammenhang auch von Suizid und Nachruhm eines Autors. Von individuellen Leiden abgesehen gilt: Wer monströs als Subjekt aus der Geschichte verschwindet, taucht irgendwann als Objekt von Geschichten wieder auf, erreicht Aufmerksamkeit in Nachrufen, Erzählungen, mündlicher und schriftlicher Historiografie. Dergestalt paradox ist die Ökonomie des Selbstopfers, in der sich auch eine vorgängige Anökonomie verbergen kann.
Stimmen von Philosophen, Künstlern und Therapeuten
Die Lebenskünste sind ein Resultat aus dem gelebten Leben, seinen theoretischen Ein-sichten, praktischen Erfahrungen und erprobten Techniken. Theorien und Modelle der Lebenskunst finden sich in den Schriften bedeutsamer Denker des letzten Jahrhunderts oftmals avant la lettre in unterschiedlichen Medien.
Der Band profiliert sich durch einen interdisziplinären Zugang gegenüber bisherigen Versuchen zur Lebenskunst mit stark philosophischem bzw. phänomenologischem Einschlag. Neben bedeutenden Philosophen wie Popper, Arendt, Camus, Langer, Dávila und Blumenberg, kommen insbesondere Schriftsteller wie Thomas Mann, Andersch und Kunert sowie Künstler wie Cage und Beuys zur Sprache. Darüber hinaus sind die naturwissenschaftlichen Zugänge durch Weizsäcker, die pädagogische Ansätze durch Neill und die psychologischen und therapeutischen Modelle durch Lou Andreas-Salomé, C.G. Jung, Rank, Kohut, und Fonagy vertreten. Die Lebenskunstmodelle werden mit den Biografien der einzelnen Autoren ver-schränkt, um so zu verdeutlichen, wie bedeutsam der biografische Entstehungskontext für die Lebenskunst selbst ist.
Krise, Konstruktion und Konjunktur
Der Begriff der Autorität verortet sich im 20. Jahrhundert in einer komplexen Matrix zwischen zeitgeschichtlichem Problembewusstsein, »konservativem« Denken und politischer Theoriebildung.
Drei Perspektiven kennzeichnen die Rede von Autorität im 20. Jahrhundert: erstens die vermeintliche Krise einer vormals fraglosen Gültigkeit, zweitens der Versuch genealogischer Rückversicherung durch Versatzstücke der Tradition und drittens die Behauptung, Autorität könne als Grundbegriff politischer Theoriebildung und insbesondere demokratischer Ordnungen dienen. Der Sammelband analysiert das Konzept der Autorität entsprechend entlang der drei Dimensionen der Krise, der Konstruktion und der Konjunktur. Der Band arbeitet dabei interdisziplinär: Vereint werden historische, literaturwissenschaftliche und philosophische Ansätze.
Die Ethik des Zitierens
Zitate sollen nicht nur genau sein, sie sollen 'gerecht' sein, und doch können sie missbraucht werden: Eine Ethik des Zitierens versucht der Verpflichtung fremder Rede 'im Namen des anderen' nachzuspüren. Philologische und linguistische, rhetorische und intermediale Aspekte einer zwischen Fremdbestimmung und Neuinterpretation oszillierenden Zitatpraxis werden hier aus interdisziplinärer Perspektive untersucht. Strategien der Beglaubigung wie des Widerstreits, die mit dem Zitieren seit je verbunden sind, in der Rechtssprechung, der Theologie und der Geschichte, werden mit Analysen der Authentizität sowie des Plagiats gekreuzt, wobei das kulturgeschichtliche Spektrum des Bandes von der Antike bis in die unmittelbare Gegenwart reicht, zur Zitierpraxis des Bundesverfassungsgericht und des Films.
Szenarien von Zeugenschaft und ihre Akteure
Series:  Trajekte
Der Zeuge verkörpert eine Schlüsselfigur unserer Kultur und Wissenspraxis, obwohl das mittels Zeugenschaft generierte Wissen immer einen umstrittenen Status hat.
In diesem Band werden verschiedene Typen und Formen des testimonialen Wissens diskutiert, kulturhistorische und systematische Perspektiven zusammengeführt und in ihren Verflechtungen zwischen epistemischem Wert und ethischer, politischer, sozialer, künstlerischer und religiöser Bedeutung beleuchtet. Im Fokus stehen dabei vor allem die Praktiken und Handlungsszenarien der Bezeugung, da sich in ihren Konstellationen und Dynamiken die Frage der Glaubwürdigkeit des Zeugnisses und die Optionen zur Etablierung eines Zeugenwissens entscheiden.