In: Fremde Spiegelungen
In: Portable Media
Interdisziplinäre Zugänge zur Sammlung Prinzhorn
Vertreter verschiedener Disziplinen diskutieren eindrucksvolle Werke der Sammlung Prinzhorn, entstanden zwischen 1880 und 1920 im psychiatrischen Kontext. Erfahrene Grenzsituationen und deren Verarbeitung in oft wahnhafte Sinnhorizonte wurden hier ästhetisch übersetzt.
Was ist eigentlich fremd an diesen Werken? Welche veränderte Welterfahrung wird in der scheinbaren Fremdheit sichtbar? Wäre es möglich, in der Begegnung mit ihnen grundlegende Strukturen subjektiver Erfahrung und Lebenswelt gerade dank ihrer Verzerrungen zum Vorschein zu bringen? Fragen nach allgemeinen Wirkungen der Bilder werden systematisch aufgegriffen, individuelle Werk- und Fallanalysen eröffnen den Raum für das pathische Geschehen in den Werken und in unserer Erfahrung mit ihnen. Überlegungen zu kreativer Praxis und Rezeption erhellen das Verständnis für die Übergänge zwischen Normalität und Anomalität.
Schreibszenen in Bewegung zwischen Peripatetik und Mobiltelefon
In kultur- und medienwissenschaftlicher Orientierung fragt der Band nach einer Genealogie des mobilen, multifunktionalen Telefons, indem die Mobilisierung einzelner Aufzeichnungsmedien, wie Notizbuch, Fotoapparat, Filmkamera oder Tonbandgerät in den Blick genommen werden. Das Mobiltelefon entwickelt sich zu einem verschiedene Einzelmedien verschmelzende Hybridmedium bzw. vernetzten Kleincomputer, der eine Vielzahl wählbarer Funktionen in sich vereint und für unterwegs bereitstellt.