Lacan contra Sartre
Das Oeuvre des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan gilt gemeinhin als schwer zugänglich, unverständlich und dunkel. Selten wird jedoch nach den Gründen dieser Dunkelheit gefragt. Die vorliegende Arbeit versucht, hier einen etwas anderen Akzent zu setzen. Sie skizziert zunächst die vielbeklagte obscuritas des lacanschen Werkes als Konsequenz einer für die Psychoanalyse zwingenden systematischen Komplikation, um sodann in einem ausführlichen exegetischen Teil diese systematische Figur an Sartres Theorie des präreflexiven Cogito von 1943 zu bewähren. Lacan hat, so die vertretene These, den für ihn zentralen Begriff des unbewussten Subjekts aus einem — über weite Strecken still geführten — kritischen Kommentar zu Jean-Paul Sartres Theorie des präreflexiven Bewusstseins entwickelt. Die allgemeine Verpflichtung auf eine Durchquerung des wissenschaftlichen Feldes gewinnt somit in der Durchquerung von Sartres Cogito die für Lacan massgebliche Gestalt. Von hier aus lassen sich zentrale Formeln Lacans (Objekt a, Signifikant, Subjekt, Kastration, Geniessen etc.) als strategische Markierungen einer in Sartres Szenario des Blicks zwar vorbereiteten, aber nicht vollzogenen Theorie des unbewussten Subjekts rekonstruieren und damit einer begrifflichen Klärung zuführen.
in Was ist ein Bild? Antworten in Bildern
in Movens Bild. Zwischen Evidenz und Affekt
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in Nachleben und Rekonstruktion
Zu einer pikturalen Logik des Exemplarischen
Reihe: Eikones
HerausgeberInnen: Andreas Cremonini und Markus Klammer
Die Untersuchung von Strukturen des Exemplarischen ist in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus geisteswissenschaftlicher Forschung gerückt, doch wurde es bisher verabsäumt, die besonderen Funktionen von Bildern als Beispielen, Illustrationen und Exempla in systematischer und historischer Perspektive zu thematisieren. Im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation steht die Frage, wie Bilder – sowohl in der Rolle von konkreten Artefakten als auch von »theoretischen Objekten« – in epistemologische, kunsttheoretische, psychoanalytische und philosophische Diskurse eingebunden sind. Die Grundannahme des Bandes lautet, dass im diskursiven Umgang mit Bildern eine Logik des Exemplarischen vorherrschend ist, welche die Allgemeinheit der Argumente an die konkrete Gegebenheit eines Anschaulichen bindet. »Logik« ist dabei in einem weiten, inklusiven Sinn zu verstehen, der die lange Tradition der Rhetorik ebenso umfasst wie Immanuel Kants Überlegungen zum reflexiven ästhetischen Urteil.

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