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In: Bürgerlichkeit ohne Bürgertum
In welchem Land leben wir?
Die griffige Formel einer »Neuen Bürgerlichkeit« sorgt seit einigen Jahren für Aufsehen. Neu an dieser forcierten Thematisierung von Bürgerlichkeit und Bürgertum ist, dass sie alle intellektuellen Generationen und Milieus umfasst und nicht nur in akademischen Nischen Interesse erregt, sondern gleichermaßen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vorangetrieben wird. Neu aber ist auch, dass dieser neuen Bürgerlichkeit ihr traditioneller Träger verloren zu gehen scheint: das Bürgertum.


Mit Beiträgen von:

Jens Hacke, Karl Heinz Bohrer, Andreas Fahrmeir, Norbert Bolz, Heinz Bude, Joachim Fischer, Karl Siegbert Rehberg, Paul Nolte, Tilman Reitz, Clemens Albrecht, Manuel Frey, Andreas Reckwitz, Hans-Peter Müller.
Herausforderungen für die Sozial- und Kulturwissenschaften
Materialität von Kultur und Gesellschaft – Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme.
Lange schenkten die Kultur- und Sozialwissenschaften dem Materiellen kaum Beachtung. Sprache und Kultur, Gesellschaft und Sozialität galten als immaterielle Sphären des Geistigen. Das Materielle war allenfalls nachgeordneter Träger und Übermittler immateriellen Sinns. Diese strikte Trennung von materieller und immaterieller Welt wird zunehmend in Frage gestellt. Die Sozial- und Kulturwissenschaften wenden sich vermehrt der materiellen Seite des Kulturellen zu und verstehen das Materielle als eng mit Gesellschaft und Kultur verwoben. Der Band versammelt Autor/innen, die an einer solchen Rehabilitierung des Materiellen arbeiten. Neben konzeptionellen Beiträgen finden sich Fallstudien zu kulturellen Artefakten, der Materialität der Zeichen und Texte sowie zur Stofflichkeit von Licht, Tönen und Klängen.