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  • Author or Editor: Angela Calderón Villarino x
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Aurélia ou le Rêve et la Vie verhandelt eine Serie von Todesträumen, welche unterschiedliche Jenseitsvorstellungen und Todeskonzeptionen zueinander ins Verhältnis setzt. Die körperliche Todesbedrohung dient hierbei als Katalysator, um insbesondere spiritistische Umgangsweisen mit dem Tod gegen christliche Riten ins Feld zu führen. Der vorliegende Artikel nimmt dabei eine wissenspoetologische Perspektive ein, die das körperliche Sterben vor dem Hintergrund zeitgenössischer Todesdiskurse des Spiritismus und Christentums beleuchtet. Daran anknüpfend wird gezeigt, wie das Verhältnis von individuellem Tod und öffentlichem Diskurs gattungstypologisch und textstrategisch abgebildet wird. Inwiefern die verhandelten Todeserfahrungen des Spiritismus und Christentums schließlich als literarischer Beitrag zur säkularen Theoriebildung im nachrevolutionären Frankreich verstanden werden können, steht am Ende der Überlegungen.

In: An den Rändern des Lebens
In: Pathos – Affektformationen in Kunst, Literatur und Philosophie
Träume vom Sterben und Geborenwerden in den Künsten
Sterben und Geborenwerden liegen an oder jenseits der Grenzen des Lebens. Damit kommen sie stets entweder zu früh oder zu spät, um als authentische eigene Erfahrung mitgeteilt werden zu können. Träume hingegen vermögen in Form von Fiktionen, Imaginationen und Inszenierungen ästhetische Erfahrungsräume für diese extremen körperlichen Übergänge zu eröffnen. In Träumen vom Lebensanfang und Lebensende werden das ohnehin Rätselhafte des Traums, seine Missachtung der physikalischen Gesetze von Zeit und Raum sowie die Infragestellung kultureller Modelle von Identität, Kohärenz und Rationalität noch potenziert. Literarisch-künstlerische Traumerzählungen und Traumbilder finden höchst originelle Ausdrucksformen, um das Abwesende, Unvorstellbare oder nicht realistisch Erzählbare zu vergegenwärtigen und zu vermitteln: Von der klassischen Antike bis in die Gegenwart hinein lassen sich unzählige Träume in Literatur, Kunst, Musik, Theater und Film ausmachen, bei denen die leibliche und sinnliche Erfahrung von den Grenzen des Lebens im Mittelpunkt steht. Solchen Phänomenen des geträumten Geborenwerdens und Sterbens, seinen Wissensdiskursen sowie seinen komplexen künstlerischen Realisierungen widmet sich dieser Band, der sich im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« als Beitrag zu einer Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte des Traums versteht.
Festschrift zu Ehren von Gerhard Poppenberg
»Pathos« ist ein zentraler Begriff abendländischer Geistes-geschichte. Dieser umfasst eine emotionale Konfiguration, die in ihren etymologischen Ursprüngen das menschliche Leiden bedeutet und sich davon ausgehend semantisch als Gemütsbewegung schlechthin entfaltet, als Leidenschaft, Gefühl, Affekt oder Begierde. In einem ersten Schritt widmet sich der Band in Teil I dem Pathos in Literatur und Literaturtheorie, wobei die Beiträge einen Bogen von der Antike, über das Mittelalter, die frühe Neuzeit bis in die Moderne des 20. Jahrhunderts schlagen. Teil II konturiert das Pathos je in einem über das Literarische hinausgehenden öffentlichen Raum in Religion und Politik, Malerei und Film. Teil III untersucht das Pathos als das Seelische, Affektive und Emotionale in philosophischen Diskursen mit einer Spanne von Platon bis Walter Benjamin und Martin Buber.