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In: Grenzgänger der Religionskulturen
In: Passionen
In: Nachleben der Religionen
In: 'Ethical Turn'?
In: Märtyrer-Porträts
In: Märtyrer-Porträts
In: Prophetie und Prognostik
Geisteswissenschaften in neuer Verantwortung
Verantwortung sowohl gegenüber ihren Gegenständen als auch der Gesellschaft wird den Geistes-wissenschaften zu Beginn des neuen Jahrtausends von allen Seiten zugesprochen. Wie ist es daher im frühen 21. Jahrhundert um ihre Gegenstände und das Medium 'Text' bestellt? Vermögen sie einer ausdifferenzierten Gesellschaft noch ›etwas zu sagen‹ oder verlieren sie sich im Raum der medialen Stimmenvielfalt? Eine Antwort auf die Frage nach der Funktion der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften scheint der 'Ethical Turn' zu bieten, in dessen Fahrwasser sich manche Disziplinen neuerdings auf die Suche nach den in Vergessenheit geratenen ethischen Dimensionen von Texten begeben.
Verfügungen über Zukunft in Wissenschaften, Religionen und Künsten
Series:  Trajekte
Jede Prognostik bezieht ihre diskursive Macht aus der Behauptung, in gewisser Weise über die Zukunft verfügen zu können, jede Prophetie versucht in ihren Appellen, die Zukunft zu verändern. In beiden Fällen verschränken sich Formen des Zukunftswissens mit Modi wirksamer Rede. Dabei ist Prophetie nicht einfach eine unwissenschaftliche 'Vorstufe' der Prognostik. Noch die differenzierten Prognosen über Klima, Bevölkerung und Ökonomie, die aus den Zukunftsmodellierungen heutiger Szenariotechnik gewonnen werden, stehen in der Nähe zur Prophetie. Prophetie und Prognostik untersucht diese Wissensformen, Symboliken und Aussageweisen in verschiedenen Religions- und Wissenschaftskulturen, in bildender Kunst und Literatur.
Kulturwissenschaftliche Beiträge zu Gegenwart und Geschichte der Märtyrer
Series:  Trajekte
Mit der Rückkehr der Religionen in Politik und Kultur auch der säkularisierten Gesellschaften tritt eine lang vergessene Figur wieder in den Mittelpunkt der Interessen: der Märtyrer. In der Urszene des Christentums angesiedelt, aber durch seinen "edlen Tod" auch in paganen, jüdischen wie islamischen Traditionen beheimatet, erweist sich der öffentlich und blutig Sterbende als religionskultureller Grenzgänger und Hybridfigur. In ihm werden die Pathosformeln (Aby Warburg) der einen Tradition in die benachbarte und oft als feindlich angesehene übersetzt.
Eine ununterbrochene Kette von Leiden und Leidenschaften, von ausgeübter und erlittener Gewalt verbindet die Religionen noch in ihrem Nachleben. Hier werden Opfer zu Helden, Attentäter zu Heiligen, Töchter zu Rebellinnen. Der Märtyrer verkörpert als Revenant die Formensprache der abendländischen Imaginations- und Bildgeschichte seit der Antike in Ost und West und wird in der globalisierten Weltgesellschaft zur Vorlage ästhetischer wie politischer Programme.