Author: Anna Hansert
Der portugiesische Autor Fernando Pessoa (1888-1935), auch unter zahllosen Heteronymen bekannt, erlangte erst nach seinem Tod Weltruhm. Die transnationale Rezeption, die zuerst in Frankreich (ab 1933) und kurz darauf in Deutschland einsetzte, dauert bis heute an. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Werke Pessoas in ihren Übersetzungen von der literarischen und journalistischen Kritik in Frankreich und im deutschen Sprachraum aufgenommen wurden, und fragt nach Gründen für den andersartigen Verlauf der jeweiligen Rezeptionsprozesse. Sie bedient sich dabei komparatistischer und rezeptionssoziologischer Ansätze sowie der Feld-Theorie Bourdieus. Das Werk bietet nicht nur umfangreiche, eigens erstellte Übersetzungsbibliographien und Rezeptionscorpora, sondern erstmals einen systematischen Überblick über die Rezeption Pessoas in Frankreich und im deutschen Sprachraum.