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In: Vexierbilder
Author: Annika Frank

Abstract

Der Beitrag verknüpft linguistisch-pragmatische und literaturwissenschaftliche Betrachtungen von Bachmanns Ein Wildermuth. Im ersten Teil der Erzählung können institutionelle Prozesse bei Gericht, insbesondere Zeugenvernehmung und Wahrheitsfindung, aus handlungstheoretischer Perspektive beschrieben und das Scheitern beider im Fall Wildermuth funktional begründet werden. Die Dysfunktionalität basiert auf dem an autobiografische Alltagserzählungen erinnernden zweiten Teil der Erzählung: Auf der Suche nach Wahrheit im Sinne der Korrespondenztheorie konstituiert sich das Selbstbild des Richters Anton Wildermuth in einer Diskussion sprachphilosophischer Wahrheitstheorien (Korrespondenz-, Kohärenz- und Konsenstheorie). Bachmanns Ein Wildermuth ist sowohl in Bezug auf das Diskursmuster Erzählen, als auch die gerichtliche Kommunikation für pragmatische Betrachtungen gewinnbringend, gleichermaßen steht die Erzählung – im Sinne Jakobsons poetischer Sprachfunktion – exemplarisch für die Untrennbarkeit von Linguistik und Literatur.

In: Sprache und Literatur
Autor:inneninszenierung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Inszenierungspraktiken strukturieren sämtliche Funktionsstellen von Literatur: Sie prägen Figurationen von Autor:innenschaft ebenso wie Text- und Schreibverfahren – und nicht zuletzt das Geschäft der Interpretation.
Autor:innenbilder und -inszenierungen nehmen Einfluss darauf, wie wir Texte lesen. Diesen ‚Bild-Text-Relationen‘ widmet sich der Sammelband: Er fragt danach, wie die Bilder, die wir von Autor:innen haben und die diese und andere entwerfen, sich zu deren Texten verhalten. Im Fokus stehen Formen und Funktionen intra- und extraliterarischer Inszenierung von Autor:innenschaft sowie Medien und Medialität der Inszenierung. Untersucht werden Historizität, Typologie und Formenrepertoire von Inszenierungspraktiken ebenso wie Dynamiken von Innovation und Nachahmung. In den Blick rücken mediale Formate wie Literatur, Brief, Blog, Poetikvorlesung, Comic und Fotografien vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Tausch und Zirkulation
Durch Tausch, Zirkulation und Verhandlung entstehen Strukturen, die weder geplant noch vorhergesagt werden können. Hierbei spielt eine Vielzahl von Akteuren, Ereignissen und Orten zusammen, und dennoch mündet solches heterogene, verteilte Handeln in neue Institutionen, Werthierarchien, technische Entwicklungen oder Machtkonstellationen. Der medien- und kulturwissenschaftliche Sammelband zeichnet Spuren dieser schwer erkennbaren Abläufe nach: Die kollektive Entwicklung der Wikipedia, der wechselseitige Austausch zwischen Mäzenin und Autor, oder die diskursive Produktion nationaler Stereotype sind drei der Themen, die in Hinblick auf diese Problemstellung untersucht werden. Die Beiträge zeigen unterschiedliche Zugänge zur Rekonstruktion ungeplanter Prozesse.