HerausgeberInnen: Ansgar Köb und Peter Riedel
'Kleider machen Leute' – das galt in Antike und Mittelalter nicht anders als heute und so verwundert es nicht, dass Kleidung in sozialen Systemen schon immer repräsentative und machtpolitische Funktionen erfüllte. Adel und Klerus versuchten einander mit prachtvoller Kleidung, Schmuck und Insignien zu übertreffen, zugleich reglementierten Kleidungsvorschriften soziale Hierachien. Zum repräsentativen Prunk formierte sich jedoch auch eine Gegenbewegung: Nach biblischem Vorbild forderten die mittelalterlichen Mönche der Bettelorden möglichst schlichte Gewänder. Der Band 'Kleidung und Repräsentation in Antike und Mittelalter' fasst Beiträge eines Kolloquiums des Paderborner Mittelalter-Kollegs zusammen, die die Bedeutung der interdisziplinä-ren Zusammenarbeit zwischen Archäologen, Historikern, Kunsthistorikern, Theologen und Philologen einmal mehr sichtbar machen und konkrete Ansätze für aktuelle Forschungsfelder liefern.
Spannungsfelder zwischen geistlichem und weltlichem Leben in Mittelalter und Früher Neuzeit
HerausgeberInnen: Ansgar Köb und Peter Riedel
Im ‚christlichen’ Mittelalter standen sich religiöser Ur-Anspruch nach Frieden und der – gerechtfertigte oder ungerechtfertigte – Griff nach den Waffen nicht nur konträr gegenüber, sondern gingen, im vermeintlichen Dienste des Glaubens, immer wieder auch unheilige Allianzen ein: Über Jahrhunderte hinweg waren geistliche und weltliche Herrschaft oft nicht zu trennen. Laien wie Kleriker mussten ihre Rolle im Spektrum zwischen Gottesfrieden und Gewaltanwendung immer wieder neu definieren. Welche Handlungsstrategien sie in diesem Spannungsfeld entwickelten und wie sie auf Emotion und Gewalt reagierten, wurde anhand der vorliegenden Beiträge im Kolloquium des Paderborner MittelalterKollegs „Kloster und Welt“ von Kulturwissenschaftlern verschiedener Disziplinen näher betrachtet. Das Themenspektrum reicht dabei von der Sakralisierung des Krieges im frühmittelalterlichen Westgotenreich bis zur bischöflichen Herrschaftspraxis in der frühneuzeitlichen Eidgenossenschaft.
5. Archäologisch-Historisches Forum
HerausgeberInnen: Ansgar Köb, Matthias Wemhoff und Jörg Jarnut
Der Bischof baut. Zu allen Zeiten, von der Spätantike bis in die Gegenwart treten Bischöfe als Bauherren und Architekten hervor. Das jüngst auf Initiative des Erzbischofs in Köln entstandene Museum Kolumba ist ein Beispiel für die ungebrochene Tradition bischöflichen Bauens. Was für die heutige Zeit gilt, galt auch in sehr viel stärkerem Maß für das Mittelalter. Die Bischöfe bauten Kirchen, Burgen, Städte und sorgten für die prächtige Innenausstattung ihrer Bauwerke. Mit der Fokussierung auf die bischöfliche Bautätigkeit im 11. Jahrhundert rückt der vorliegende Band einen Zeitraum in den Mittelpunkt, der wie kaum ein anderer durch hervorragende Bauleistungen geprägt ist.