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  • Author or Editor: Benjamin Moldenhauer x
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In 1988, Christoph Schlingensief made Mutters Maske, a kind of remake of Veit Harlan’s melodrama Opfergang (1944). The essay explores the way in which Schlingensief dealt with the Nazi melodrama. Mutters Maske can be described as a ‘Return of the Real’: the despair and the sickness which lie beneath the pristine surface of Harlan’s images becomes visible and, more importantly, becomes evident for the recipients. The paper draws on the term ‘traumatic realism’ (Hal Foster). Schlingensief does not formulate a critique of Opfergang, in the narrow sense of the word. Instead, he exaggerates the neurotic subtext of Harlan’s movie. “If you can’t beat it, (…) join it”, says Foster. “More, if you enter it totally, you might expose it; that is, you might reveal its automatism, even its autism, through your own excessive example.”

In: Christoph Schlingensief und die Avantgarde
Christoph Schlingensief lebt, die Avantgarde lebt. Beide totzusagen, wäre ein Abgesang auf die transformative Kraft der Kunst. Christoph Schlingensief setzte sich in seiner Arbeit über mehr als vier hochproduktive Jahrzehnte mit avantgardistischen Bewegungen der Musik, der darstellenden und bildenden Künste, der Literatur und des Films auseinander. Seine heterogenen Verweise stellen die Vielfalt dessen aus, was zwischen der performativen Lautmalerei des Dadaismus und dem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys als Avantgarde gilt. In den Analysen, Theoriediskussionen und Erinnerungen dieses Bandes, die sich den prominentesten Bezugnahmen in Schlingensiefs Filmen, Inszenierungen, Aktionen und Installationen auf avantgardistische Stilrichtungen und Programme widmen, wird somit auch deutlich, wie Schlingensief selbst avantgardistisch wirksam wurde, und die Kunstwelt in ihrem Selbstverständnis transformierte und belebte.