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in Berührungen
in Hölderlin-Jahrbuch
in Mythos - Geist - Kultur
Filiationen der Dichtung von Hölderlin zu Celan
Hölderlins Umgang mit Sophokles, Trakls Verschwisterung Hölderlins mit Rimbaud, Celans spurenreiche Silbenpartituren – drei beispielhafte Glücksfälle der poetischen Innovation durch Lektüren. Die vorliegenden Studien sind der vergleichenden Übersetzungs- und Rezeptionsforschung solcher Kons-tellationen gewidmet. Sie zeichnen in intensiven Textanalysen die kühnsten Stationen deutscher Lyrik um 1800, um 1900 und um 1960 nach. „Schön / Und lieblich ist es zu vergleichen“, sagt Hölderlin in seiner Hymne Der Einzige. Hier wird er vor allem in seiner übersetzerischen Begegnung mit Pindar und Sophokles und in seiner Wirkung auf George, Rilke, Trakl und Celan vorgestellt. Beide Bewegungen ergeben zusammen die Richtung „von Morgen nach Abend“. Die auf Hölderlin antwortenden Dichter – und mit ihnen Hofmannsthal – sind auch untereinander im Gespräch. Sie werden im gemeinsamen Bezug zu Frankreich und Italien, in ihrer Übersetzungstätigkeit und Selbstreflexion dargestellt. Von den vier Dichtern um 1900 unterscheidet sich der sie zuerst beerbende, dann widerrufende Celan als Zeuge einer Zäsur. Wie bei ihm Kontinuität in notwendige Diskontinuität umschlägt, erweisen zuletzt Analysen seiner Gedichte und ihrer Poetologie.
in Ästhetik, Religion, Säkularisierung II
Festschrift für Stefan Bodo Würffel zum 65. Geburtstag
Dieser Band vereint Originalbeiträge zur aktuellen Debatte um den Stellenwert und die Ausrichtung der Literaturwissenschaft. Dabei reflektieren die Texte die Bedingungen und Möglichkeiten der Disziplin auf vielfältige Weise – wissenschaftlich, aber auch essayistisch, satirisch und aphoristisch. 'Was heißt und zu welchem Ende studiert man Literaturwissenschaft?' – der auf Friedrich Schillers berühmte Antrittsvorlesung von 1789 anspielende Titel steht für die Überzeugung, dass die grundsätzliche Fragestellung des Dichters und Theoretikers heute, zu einer Zeit, da die Philologien primär ›nützlich‹ und ›anwendbar‹ sein sollen, nötiger denn je ist. Die eingeforderte Standortbestimmung erweist, dass eine Disziplin, die per definitionem das ›Ungereimte‹ und ›Wunderbare‹, ja, das ›Unmögliche‹ zum Gegenstand hat, vor allem die Eigengesetzlichkeit des Literarischen im Auge behalten muss, um ihre Relevanz zu erweisen. So wie Literatur das sich verändernde Welt- und Sprachverständnis artikuliert und dabei zugleich den Erkenntnisgehalt sprachlicher Äußerungen in Frage stellt, gehört es zum Selbstverständnis einer kritischen Literaturwissenschaft, das ›Verstehen‹ von Texten zu problematisieren und zu durchdenken. Mit Beiträgen von Eric Achermann, Jan Erik Antonsen, Maria-Christina Boerner, Bernhard Böschenstein, Dimiter Daphinoff, Rolf Fieguth, Lucas Marco Gisi, Sabine Haupt, Thomas Hunkeler, Helmut Koopmann, Hermann Kurzke, Stefanie Leuenberger, Urs Meyer, Ralph Müller, Wolfgang Proß, Peter Rusterholz, Gesine Lenore Schiewer, Ralf Schnell, Reto Sorg, Jürgen Söring, Thomas Sprecher und Elisabeth Stuck.