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In: Ultravision
In: Ornament
In: In Da House
Zum Wissenschaftsverständnis der Avantgarde
Series:  Trajekte
Ultravisionen – Kunst als Wahrnehmungsexperiment, Forschung in Kunst und Wissenschaft, theoretisches und künstlerisches Wissen, Avantgarde und Lebenswissenschaften. Bildende Künste adressieren die Wahrnehmung. Als sich im 19. Jahrhundert auch die Physiologie, Psychologie, Psychophysik und Psychotechnik derselben annahmen und begannen, sie zu vermessen und zu trainieren, bildeten sich Bündnisse sowohl hin zu den technisch präformierten Visualisierungsverfahren, als auch zu den Erkenntnisinteressen der zeitgenössischen Lebenswissenschaften heraus.
Formen und Funktionen von Pluralität in der ästhetischen Moderne
Der Band unternimmt die kritische Revision eines lange dominanten Diskurses über die ästhetische Moderne, der sie auf absolute Zeitgenossenschaft, Neuheit und Einstimmigkeit festzulegen suchte. Dagegen wird hier die Vielfalt als eigentliches Prinzip und kultureller Motor der ästhetischen Moderne herausgestellt. Diese Vielfalt hat ihren Grund im Wandel geschichtlicher Erfahrung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die mit dem Theorem der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen die Verzeitlichung der Einbildungskraft reflexiv in den Blick bekommt und damit die perspektivische Vielheit einander überlagernder Kulturen und Stile.
Motiv - Modus - Bild
Series:  Eikones
Da Ornamente oft nur als schmückendes Beiwerk galten, wurde ihre Funktion als Ordnungsstruktur des Bildes meist übersehen. Betrachtet man sie hingegen nicht nur als Motive sondern als Modi der Darstellung, dann stehen sie keinesfalls im Gegensatz zum Bild. Vielmehr zeigen Ornamente, gerade weil sie sich der Abbildung entziehen, dass Bilder nicht nur abbilden, sondern Sichtbarkeit strukturieren.
Wie unterschiedlich sich Verhältnisse zwischen Ornament und Bild in verschiedenen historischen Bildformen und -funktionen gestalten können und welche Bandbreite bildlicher Ordnungsstrukturen Ornamente aufweisen können, zeigt dieser Band in exemplarischen Analysen – von mittelalterlichen Codizes über das neuzeitliche und moderne Tafelbild bis zur Fotografie.
Das Haus und seine Vorstellung in den Künsten und Wissenschaften
Ziel von In Da House ist es, die (fast) untergegangene Wissenschaft vom Haus als feste Kategorie der Kulturwissenschaften zurückzugewinnen, wo ansonsten alle Zeichen auf Transit, Fluidizität und Mobilisierung stehen.
Der Band möchte die Kenntnisse über den metaphorischen Apparat ›Haus‹ vervollständigen, indem das Haus als historisches Paradigma des sozialen Austauschs und der Grenzziehung, als allgegenwärtiger Spielort in Literatur, Film, Videoclip, Oper oder Computerspiel in den Blick genommen wird. Medien- und Filmwissenschaftler, Kulturhistoriker und Religionswissenschaftler, Philosophen und Philologen entwerfen eine Soziologie des Hauses im Imaginären.
»Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen« – so Wittgensteins berühmtes Diktum. Gewöhnlich fasst man das »Worüber« des Schweigens im mystischen Sinne auf: als das, was jenseits des menschlichem Erkennen Zugänglichen und mit sprachlichen Mitteln Artikulierbaren liegt. Man kann aber auch an das Jenseits des Kommunizierbaren denken, was durchaus erkennbar ist, aber sich jeder Mitteilung versperrt: weil es niemand gern hören, weil es der Sache, dem Redner oder dem Hörer schaden würde und was der Gründe mehr sind, lieber »darüber« zu schweigen. In politisch-historischer Hinsicht geht es hier um das Schweigen unter den Nachwirkungen traumatischer Leiderfahrungen und dem Druck von Scham und Schuld, das als Form des Verdrängens und Vergessens, aber auch als Mittel zur Überwindung von Gewalt im Interesse der Zukunft und Versöhnung interpretiert wurde. Der Band stellt aber auch ein reichhaltiges Repertoire an ästhetischen Formen der Nicht-Repräsentation vor wie Pause, Lücke, Leerstelle, insgesamt negative Verfahren, die Schweigen durch entsprechende Rahmung paradoxerweise zur Erscheinung bringen.
Jugend Bild Medien. Ein Kompendium zur aktuellen Jugendkulturforschung
Dieses Kompendium gibt einen Überblick über die Geschichte und das aktuelle Spektrum jugendkultureller Szenen sowie über mediale Bilder und Welten von Jugendlichen.
Anknüpfend an das bahnbrechende Katalogbuch »Schock und Schöpfung« und den Ausstellungskatalog zu Jugendkulturen im Ruhrgebiet »Land der Hoffnung, Land der Krise« aus den 1980er Jahren liefert das Buch einen Überblick über den aktuellen Stand der Jugendkulturforschung in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts.
Skizziert wird zunächst die Geschichte der Jugendkulturen seit der Nachkriegszeit in Deutschland und im internationalen Raum sowie das aktuelle Spektrum jugendkultureller Stile und Szenen.
Anschließend werden die Subkultur, Jugendkultur, Lebensstil und Konsum aus der Perspektive unterschiedlicher kulturwissenschaftlicher Zugänge diskutiert.
Drei weitere Kapiteln widmen sich den ästhetischen Ausdrucksformen (z.B. Mode, Musik), subkulturelle Stilbasteleien und Wertorientierungen in vielfältigen aktuellen Jugendkulturen. Exemplarisch werden die Lebenswelten verschiedener Jugendszenen von türkischen Straßengangs bis hin zu traditionellen Jugendlichen in Jugendverbänden und Vereinen vorgestellt und die bildlichen Selbstdarstellungen und Kommunikationsprozesse von Jugendlichen in den digitalen Medien des Web 2.0 präsentiert.
Umfangreiches Bildmaterial aus der gleichnamigen Dortmunder Ausstellung im Rahmen von Ruhr 2010 ergänzt diese Reflexionen aktueller Jugendkulturlandschaften.