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In: Andersheit um 1800
In: Gewalt in der Sprache
In: Über Zeugen
In: Phänomenologie des praktischen Sinns
In: Gesichter der Gewalt
In: Heimat finden – Heimat erfinden
In: Grenzen der Empathie
Rhetoriken verletztenden Sprechens
Eine verletzende Bemerkung, ein beleidigendes Wort – viele Situationen lassen uns Sprache als gewaltförmig erfahren. In der Metapher des ›kränkenden Wortes‹ ist diese Wirkung greifbar; systematisch erforscht wird sie indessen erst in jüngster Zeit. Die Beiträge dieses Bandes zeigen, welche Perspektiven diese Forschungen in der Linguistik, der Philosophie und der Literaturwissenschaft eröffnen. Die Fragen gelten unterschiedlichen Problemen: Wie ist verbale Gewalt von anderen Gewaltformen zu unterscheiden? Sind sprachliche Aggressionen typisierbar? Welche soziale Funktion kommt verletzender Sprache in Brennpunkten der Vormoderne zu? Was an uns ist es überhaupt, das durch Beleidigungen verletzt wird? Ist bereits dem Gespräch als Interaktion eine subtile Gewaltsamkeit eigen? Wie werden Grenzbereiche sprachlicher Aggression, sei es beißender Humor oder die Satire, in der Alltagskommunikation und in der literarischen Fiktion ausgespielt?
Von Bergson bis Deleuze
Ereignis auf Französisch bringt ein Stück Klarheit in das Dunkel der Vorstellungen, die gegenwärtig um das „Ereignis“ kreisen. Der 11. September hat erneut gezeigt: Es gibt eine Unkalkulierbarkeit sowohl des Ereignisses selbst wie auch der von ihm ausgelösten Folgen. Hierzu ist es hilfreich, die Philosophinnen und Philosophen zu Wort kommen zu lassen, die mit kaltem Verstand und sehenden Auges deren empirische Einmaligkeit und strukturelle Wiederkehr durchdacht haben. Erstmals werden die französischen Philosophien unter dem Gesichtspunkt des Ereignisses diskutiert, obwohl sie es waren, die überhaupt Ereignistheorien im großen Maßstab entwickelt haben. Der Band versammelt im ersten Teil Beiträge, die auf die deutschsprachige Vorgeschichte der französischen „Ereignisphilosophie“ Bezug nehmen. Neben Nietzsche und Husserl steht Heidegger zur Diskussion. Heidegger hat das „Ereignis“ zum Schlüsselbegriff seines Denkens gemacht und damit die entscheidende Vorlage für die – zumeist kritischen – Anknüpfungen in Frankreich geliefert. Im zweiten Teil werden Text für Text ausgewählte Positionen der französischen Philosophie zum Ereignis vorgestellt: Bergson, Merleau-Ponty, Sartre, Lacan, Levinas, Ricœur, Foucault, Derrida, Lyotard, Richir, Henry, Badiou. Der dritte Teil enthält dann eine ausführliche Erörterung bestimmter Facetten der Philosophie von Gilles Deleuze, der sich besonders intensiv mit der Problematik des Ereignisses auseinandergesetzt hat.