Search Results

Zum Begriff der Stimmung bei Martin Heidegger
Author: Byung-Chul Han
Philosophische Untersuchungen zum Tod
Author: Byung-Chul Han
Entlang eigenwilliger Lektüren von Adorno, Heidegger, Derrida, Levinas, Kafka und Handke läßt das Buch den Tod in einer kaleidoskopischen Vielfalt erscheinen. Nachgezeichnet wird ein Schritt-Halten mit dem Tod. Zurechtgerückt in der Schwerkraft des Todes ordnen sich die Dinge neu. Todesarten sind Gangarten dieses Schritt-Haltens mit dem Tod. Das Buch gibt die Sprache des Todes zu hören, die durch das Leben hindurch nicht aufhört, zu reden und zu soufflieren.
Dem Tod gewinnt der Autor eine bewußtseinsverändernde Kraft ab, die ausstrahlt auf Wahrnehmung, Wohnen, Schreiben, Namen und Mitsein. Der Tod wird hier nicht bloß zu einem Bewußtseinsinhalt. Vielmehr beschreibt Todesarten Metamorphosen des Bewußtseins selbst. Das Buch bewegt sich auf eine menschliche Endlichkeit hin, die die Grenze in weite Räume eines humanen Aufenthaltes verwandelt. So entfaltet der Tod bewohnbare Räumlichkeiten für den sterblich existierenden Menschen.
Author: Byung-Chul Han
Jede bewußte oder unbewußte Interpretation des Todes strahlt aufs Verhältnis zu sich und zum Anderen aus. So kann die Angst vor dem als Ende des Ich interpretierten Tod zu einer 'furchtbaren Vergrößerung des Ich' (Canetti) führen, die eine radikale Reduzierung oder Aneignung des Anderen, nämlich all dessen, was nicht Ich ist, zur Folge hat. Wo der Tod als Negativität des Nicht-Könnens erfahren wird, äußert sich der Widerstand gegen ihn als eine krankhafte Akkumulierung der Macht. Wird der Tod als das Andere der Identität interpretiert, so unterdrückt die Negation des Todes jeden Ansatz zur Verwandlung. Das Buch verfolgt diese komplexe Verquickung zwischen Tod, Macht, Identität, Alterität und Verwandlung über die interpersonale Dimension hinaus bis in den Erkenntnis- und Urteilsprozeß hinein. Im Zuge dieser Fragestellung werden u. a. Hegel, Kant, Heidegger, Levinas und Canetti einer kritischen Analyse unterzogen. Dabei wird ein anderes Sein zum Tod skizziert, dem jenes Sein zum Anderen entspricht, das nicht im Zeichen der Aneignung steht. Formuliert wird ein freundlicher Aufenthalt in der Welt, der einer singulären Sterblichkeitserfahrung entspringt.
Ein Versuch über die Freundlichkeit
Author: Byung-Chul Han
Hegels Denken zeugt von einem tiefen Bewusstsein der Macht. Schon lange vor Nietzsche hat Hegel sehr eindringlich über Macht nachgedacht. Er ist wohl der erste Theoretiker der Macht. Die Macht bildet die Tiefenschicht des Hegelschen Denkens. So durchströmt sie die Innenräume seines Systems. Hans machttheoretische Erkundung stellt gleichzeitig eine sehr anschauli-che Einführung in Hegels Denken dar, die dessen verborgene Windungen freilegt. Hegel beschreibt Grundfiguren seines Denkens wie Geist, Gott, Gesetz, Begriff, Freiheit, Wahrheit oder Schönheit machttheoretisch. Er legt z. B. eindringlich dar, inwiefern die Religion ein Phänomen der Macht ist. So präsentiert sich seine Religionsphilosophie als eine spannungsreiche Phänomenologie der Macht. In der "Wissenschaft der Logik" entfaltet er eine Logik der Macht, die aktuell genug ist, um unterschiedliche Machtprozesse von heute präzis zu beschreiben. Die vorlegende Studie geht auch kritisch mit Hegel um. Sie macht Phänomene sichtbar, die sich der Machtlogik ganz entziehen. Verwiesen wird auf eine Freundlichkeit, die durch Abwesenheit der Macht glänzt.