in Sich selbst aufs Spiel setzen
in Portable Media
in Automedialität
in Interkulturelle Schauplätze in der Großstadt
in Die Schreibszene als politische Szene
in Die Schreibszene als politische Szene
Subjektkonstitution in Schrift, Bild und neuen Medien
HerausgeberInnen: Christian Moser und Jörg Dünne
Die Autobiographieforschung tut sich bis heute schwer damit, in einen produktiven Dialog mit der Medienwissenschaft zu treten. Bislang sah sie in der Schrift (graphe) ein bloßes Instrument, um ein bereits gegebenes Selbst (autos) und seine Lebensge-schichte (bios) darzustellen. Mit dem Konzept der Automedialität wird diese Auffassung in Rich-tung auf eine medial und kultu-rell bestimmte Praxis der Subjek-tivierung überschritten. Der erste Teil des Bandes be-schäftigt sich mit der Rolle der Medialität in schriftgestützten Selbstdarstellungen. Im zweiten Teil wird der Frage nachgegan-gen, welche neuen Selbstprakti-ken sich im Umgang mit visuellen und elektronischen Medien her-ausgebildet haben. Der dritte Teil erkundet die Wechselbeziehun-gen zwischen Subjektkonstitution und Wissensgeschichte.
Spiel als Technik und Medium von Subjektivierung
HerausgeberInnen: Christian Moser und Regine Strätling
Neben der Autobiografie gehört das Spiel zu den bedeutendsten Techniken der Subjektivierung. Der vorliegende Band geht Formen der Verschränkung von autobiografischen und ludischen Praktiken nach.
Wirkmächtige Modi dieser Verschränkung bieten der spielerischen Selbsterkundung Raum wie Autobiografie, Blog oder interaktive Performances. Der Fokus auf spielerische Praktiken von Selbstbezüglichkeit zeigt die potenzielle Offenheit von Subjektivierungsprozessen. Doch spielerische Praktiken münden nicht in Beliebigkeit. Sie besitzen häufig einen existenziellen Ernst, gerade weil die Bewegung ins Offene geht. Das Moment des Risikos ist für sie konstitutiv. Der »heilige Ernst«, den Johan Huizinga dem Homo ludens attestiert, tangiert auch den Status des dadurch konstituierten Subjekts, das sich oft selbst zum Einsatz des autobiografischen Spiels macht – sich selbst aufs Spiel setzt.
in Sich selbst aufs Spiel setzen
in Sich selbst aufs Spiel setzen