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  • Author or Editor: Christian Schwaabe x
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Politische Kultur und Mentalität von der Reichsgründung bis zur Wiedervereinigung
Schwaabes neues Buch beschäftigt sich mit der Entwicklung der politischen Kultur im modernen Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Reaktion auf Modernisierungsprozesse, insbesondere das verbreitete Unbehagen an bestimmten Konsequenzen kultureller und gesellschaftlicher Modernität. Diese politisch-kulturelle Anpassungskrise äußert sich vor allem in antiliberalen und antiparlamentarischen Vorbehalten und einer hohen Wertschät-zung der nationalen „Gemeinschaft“. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei der Tiefenschicht der Mentalitäten zu – eine Problemdimension, die in vergleichbaren Studien meist nur am Rande thematisiert wird. Es wird gezeigt, wie diese Modernitätskrise von ihren Anfängen im Kaiserreich über ihre Verschärfung in Weimar schließlich im Januar 1933 kulminierte – und wie das Dritte Reich zu einer derart populären Diktatur werden konnte. Erst der totale Zusammenbruch von 1945 macht den Weg frei für die nicht zuletzt mentale Aussöhnung der Bun-desdeutschen mit der Idee und der Wirklichkeit einer „offenen Gesellschaft“.
Max Webers kritischer Dezisionismus als Herausforderung des politischen Liberalismus
Series:  Periagoge
Wandlungen eines Feindbildes
Antiamerikanismus hat im modernen Deutschland eine lange, wenn auch keineswegs bruchlose Tradition. Das durchaus ambivalente Verhältnis zu Amerika erfüllt in sehr unterschiedlicher Weise eine wichtige Funktion bei der Frage nach der eigenen deutschen Identität. Schwaabe verknüpft in seiner Untersuchung diese beiden Dimensionen als zwei Seiten derselben Medaille: Die deutschen Amerikabilder sind Spiegelungen des eigenen Selbstbildes. Dabei markiert das Jahr 1945 eine fundamentale Wende. Der Antiamerikanismus vor 1945, zumal in Weimar, war ein rechter, radikal antiwestlicher. Nach 1945, mit dem apokalyptischen Scheitern des deutschen Gegenentwurfs eines martialischen Heldentums, wird Amerika in vielerlei Hinsicht zum Katalysator der bundesdeutschen Verwestlichung. Neben der lebensweltlichen „Amerikanisierung“ kommt es spätestens mit 1968 und dem Vietnamkrieg zu einem neuen, nun „linken“ Antiamerikanismus. Jetzt stehen die USA, in bemerkenswerter Verkehrung der alten Rollen, für Militarismus und Imperialismus. Sie stehen damit auch für die eigene deutsche Vergangenheit, von der sich die zivilen, postheroischen Bundesbürger gründlich gelöst haben. Aus dem Inhalt A. „Heroische Verweigerung“ gegen das westliche „Händlertum“. Antiamerikanismus und deutsche Selbstbilder 1871 bis 1945 Kulturkritische Erfindung Amerikas als Nebenprodukt der Modernitätskrise Kulturkämpferisches Heldentum: Die „Ideen von 1914“ Martialische „Verfinsterung“: Der „Mythos von 1914“ Antiwestlicher Groll und Weimarer Amerikanisierung Verlockungen des politischen Existentialismus Die glückliche „Volksgemeinschaft“ und die Apokalypse des deutschen Heldentums B. Verwestlichter Pro- und Antiamerikanismus. Bundesdeutsche Befindlichkeiten Die Stunde Null: Incipit America … Tektonische Entspannung: Westbindung einer entschärften Rechten Amerikanisierung oder Verwestlichung? Zivilisierte Helden, Amerika-freundliche Biedermänner: James Dean und Konrad Adenauer 1968: Antiamerikanische Verwestlichung Zivile Wende 1 - US-Imperialismus und deutsche Vergangenheit Zivile Wende 2 - Die harmlose deutsche Provinz 1989/90: Ende der Absence und neue Heimatlosigkeiten Außenpolitische Zumutungen und zivile Reaktionen
Eric Voegelin-Studies: Supplements flankiert als wissenschaftliche Buchreihe das 2022 startende Eric-Voegelin-Jahrbuch und bietet ein ideales Forum, spezifische Aspekte der dort erscheinenden Beiträge weiter auszuführen. So entstehen Spielräume für kleinere oder größere Monografien sowie Publikationen mehrerer Autor:innen. Wie das Yearbook sind die Supplements als internationales und interdisziplinäres Projekt konzipiert. Sie sollen den wissenschaftlichen Austausch und die internationale Zusammenarbeit über Voegelins Werk erweitern.