in Körper des Denkens
in Spektakel als ästhetische Kategorie
Erkenntnis und Ästhetik der Illusion
Reihe: Film Denken
Das Zeitalter der Illusionskritik ist zu Ende. Die Befreiung des schönen Scheins aus dem Geist der humorlosen Vernunft gebiert vor allem im Kino heutzutage Abenteuer, die es auch philosophisch neu zu erkunden gilt. Diesen Pfaden folgt das Buch. Die Monographie beleuchtet aus philosophischer Sicht die längst totgeglaubte ästhetische Illusion neu anhand des Kinofilms. Dabei wird den Spuren der affektiven Verführung ebenso analytisch nachgegangen wie der resistenten Freude an der Verstrickung mit der Fiktion. Eine Philosophie des Kinos wird hier ausformuliert, die zugleich eine Philosophie des Körpers und seiner polymorphen Wandlungsfreiheit ist. Anstatt Illusion als zu entlarvende Täuschung abzuwehren, gilt es vielmehr, so das Credo des Buches, die Bereitschaft zur Hingabe an die durchschaute Fiktion im Sinne einer ästhetischen Freiheit auch philosophisch neu zu verteidigen.
in Tränen
in Medienanthropologische Szenen
Zur ästhetischen Erfahrung in der Kunst
HerausgeberInnen: Christiane Voss und Gertrud Koch
Die Fragen, die in diesem Band verhandelt werden, lauten: Was lernen wir über uns und die Welt, in der wir leben, durch Ästhetik und wie urteilen wir über ästhetische Gegenstände? Ausgangspunkt der Beiträge ist das Phänomen, dass wir im Umgang mit ästhetischen Gegenständen unmittelbar mit zwei Bestimmungen konfrontiert sind: Zum einen ist die pure Materialität eines ästhetischen Gegenstandes Bezugspunkt unserer Wahrnehmung, zum anderen haben wir es zugleich mit einem Zeichen zu tun Erst im bewusst erfahrenden Vollzug der Wahrnehmung und deutenden Konstruktion eines Gegenstandes wird dieser als ein unauflösbares Spannungsverhältnis zwischen Ding und Zeichen verstehbar. Ästhetische Qualität, so lautet der Leitgedanke dieses Bandes, ist dabei nicht unabhängig von der Erfahrung solcher Gegenstände fixierbar.
HerausgeberInnen: Christiane Voss und Gertrud Koch
In diesem Band wird die Bedeutung von Illusion für ästhetische Erfahrung aus philosophischer, filmwissenschaftlicher, wahrnehmungspsychologischer und psychiatrischer Perspektive diskutiert. Illusion erweist sich als eine paradoxe Gestalt, als eine durchschaute (Sinnes-) Täuschung, die allererst den spezifisch ästhetischen Genuss ermöglicht. Auch heute, nach der anti-illusionistischen Phase der Kunst, ist es im Blick auf Kunst umstritten, ob die ästhetische Lust an einem Horrorfilm, einem Foto, oder einem Roman darauf angewiesen ist, dass wir uns reflexiv von der Suggestivkraft der Bilder bzw. der Erzählungen distanzieren können, oder ob gerade die distanzlose Verstrickung mit dem Gegenstand der zentrale ästhetische Effekt ist.
Fiktionalität in Philosophie, Film- und Medienwissenschaft
HerausgeberInnen: Christiane Voss und Gertrud Koch
Wenn fiktionale Welten als in sich geschlossene Universen gelten, die mit unserer Welt nichts zu tun haben, wie können wir dann von ihnen lernen, uns in sie einfühlen? Glaubt man hingegen fiktionale Welten seien bloß aufgrund von Ähnlichkeitsbeziehungen zu unserer Wirklichkeit interessant, so scheint dies wiederum die Eigensinnigkeit eben dieser prekären Existenzen zu unterlaufen. Die Überlegungen zum ontologischen Status fiktionaler Existenzen werden in diesem Buch mit philosophie- und filmästhetischen Analysen verbunden. Fragen nach der spezifischen Affektmodulierung von Rezipienten durch fiktionale Welten werden ebenso verhandelt, wie solche nach dem Verhältnis des Ästhetischen zu erkenntnistheoretischen Debatten um Realismus und Anti-Realismus.
HerausgeberInnen: Christiane Voss und Lorenz Engell
Allen Todesbekundungen des Menschen zum Trotz, so zeigt dieser Band, vollzieht sich das Menschsein variantenreich im Verbund mit Techniken, Medien, Diskursen und materiellen Umwelten, in die es als variable Teilgröße immer schon eingefügt ist. Mit dem Anliegen, das Menschsein produzierende Potenzial technischer, ästhetischer und allgemein medialer Projektionen und Praktiken zu beleuchten, zielt der Band auf eine innovative Auslotung der Möglichkeiten einer Medialen Anthropologie. In den Beiträgen werden die wechselseitigen Durchdringungen, Projektionen und Spiegelungen von Mensch und Medien/Techniken theoretisch und an Fallbeispielen interdisziplinär untersucht. Mit der Umstellung der Frage nach »dem« Menschen auf die nach der irreduziblen Anthropomedialität, in der »Mensch« stets als Teilgröße einer umfassenderen medialen Einheit oder Prozesshaftigkeit gedacht wird, vermeidet der Band die traditionellen anthropologischen Sackgassen. Traditionelle Unterscheidungen von Tier und Mensch, Engel und Mensch, Maschine und Mensch, Gott und Mensch sowie die Abgrenzung von Natur, Kultur und Technik werden dabei neuen Perspektivierungen zugeführt.
in Körper des Denkens