in Portable Media
HerausgeberInnen: Astrid Kusser und Christina Bartz
Normalisierung gilt als eine der wesentlichen Regulierungskräfte moderner Gesellschaften. Wie aber wird das Normale sichtbar? Wie gelingt es dem Normalen, Aufmerksamkeit zu binden und Faszination auszuüben? Gemeinhin werden Normalität, Normalismus und Normalisierung mit Blick auf statistische Verfahren und die Bildung von Durchschnitten diskutiert. Die Präsentation des Normalen in Kurven, Diagrammen und Statistiken ist aber nur eine Darstellungsform unter anderen, der viele weitere Verfahren der Sichtbarmachung des Normalen gegenüberstehen, wie z.B. die Inszenierung des Normalen durch sein epistemologisches Gegenteil (des Anormalen, des Pathologischen, der Ausnahme) oder das ›Vor-Augen-Stellen‹ des Normalen durch den Einzelfall.
Signaturen des Medialen
Das Handbuch Mediologie präsentiert zweiundvierzig Stichworte zu einer kulturwissenschaftlichen Medientheorie, wie sie während des zehnjährigen Bestehens des Forschungskollegs »Medien und kulturelle Kommunikation« nicht zuletzt in der Kolleg-Schriftenreihe »Mediologie« entworfen worden ist.
Diesem Kontext entsprechend verzichtet das Handbuch auf mögliche Definitionsversuche des Medialen oder bestimmter Einzelmedien. An deren Stelle setzt es Beschreibungen der Operationsweisen von Medien, die deren technologisch-apparativen Grundlagen genauso zu erfassen suchen wie ihre Verflechtungen mit sozialen Institutionen und ästhetisch-semiotischen Ordnungen. Neben Darstellungen zu den wichtigsten medialen Verfahren versammelt der vorliegende Band vor allem Beiträge, die die interdisziplinäre Reichweite einer kulturwissenschaftlichen Medientheorie dokumentieren.
Erst das Gehäuse macht aus einem technischen Apparat ein Objekt, das sich gestalten und im Alltag gebrauchen lässt. Ausgehend von dieser Beobachtung diskutiert der Band das Gehäuse als Medium.
In den Medien- und Kulturwissenschaften sind der Funktionalität und dem historischen Wandel von Gehäusen bislang nur am Rande Aufmerksamkeit gewidmet worden. Eher ist es üblich, Gehäuse als sukzessiv abzutragende Hüllen und Blenden zu verstehen, die den Blick auf das entscheidende Innere gerade verstellen. Damit wird das Gehäuse zur systematischen Leerstelle im Diskurs. Der Band unternimmt eine erste kulturwissenschaftliche Annäherung an Gehäuse in Technik, Architektur, Design und Kunst. Ziel ist es, die Medialität von Gehäusen zu analysieren, ohne dabei einer einfachen Dichotomie von Innen und Außen, Oberfläche und Tiefe zu folgen.

50 Jahre Wilhelm Fink Verlag – Die Jubiläums-Edition 5 Jahrzehnte – 5 Jubiläums-Bände Norbert Bolz, Hrsg. Wer hat Angst vor der Philosophie? 2. überarb. u. erw. Neuauflage 2012. 239 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag Daniel Hornuff Bildwissenschaft im Widerstreit. Belting, Boehm, Bredekamp, Burda 1. Aufl. 2012. 130 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag Karlheinz Stierle Text als Handlung. Grundlegung einer systematischen Literaturwissenschaft 2., überarb. u. erw. Neuauflage 2012. 363 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag Friedrich Rudolf Hohl Poesie als Passion. Gedichte aus Luhmanns Welt Herausgegeben von Clemens Luhmann 1. Aufl. 2012. XVI + 284 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag Christina Bartz, Ludwig Jäger, Marcus Krause, Erika Linz, Hrsg. Handbuch Mediologie. Signaturen des Medialen 1. Aufl. 2012. 350 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag