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Natur-Gehirn-Geist
Seit einigen Jahrzehnten machen die Neuro- und Kognitionswissenschaften das ‚Organ’ der Erkenntnis – das Gehirn und damit auch das Bewusstsein oder den ‚Geist’ – zum Erkenntnisobjekt empirischer Analysen. Nur scheinbar unterliegen damit traditionelle und insbesondere mystische Welt- und Menschenbilder endgültig der wissenschaftlichen Entzauberung. Im Gegensatz zur mystischen setzt die wissenschaftliche Erkenntnis die Trennung von erkennendem Subjekt und Erkenntnisobjekt voraus und abstrahiert von der Leiblichkeit und den subjektiven Erlebnisgehalten des Erkennenden. Gerade in der Hirnforschung wird aber die Trennung von Subjekt und Objekt erneut problematisch, verstrickt sich das naturwissenschaftliche Projekt in Schwindel erregende Paradoxien, zu deren Bereinigung wiederum neue Theorien und Symboliken eingeführt werden müssen. Inwieweit sich hier Konstruktionen ergeben, die der Mystik ähnlich sind, erkundet der vorliegende Band aus unterschiedlichen Perspektiven.
In: Biomystik
In: Biomystik
In: Biomystik
In: Biomystik
In: Biomystik
Über das alte Vorurteil für das Neue. Festschrift für Walther Ch. Zimmerli zum 65. Geburtstag
Walther Ch. Zimmerlis philosophische Bemühungen sind von Grenzgängen zwischen und Überschreitungen von Disziplinen gekennzeichnet und von der Grundüberzeugung getragen, dass Philosophie sich einzumischen und einzubringen hat.
Sie muss sich also mit den Lebensfragen der Menschen selbst auseinandersetzen. Zimmerlis philosophisches Ziel ist immer, die Problemlösungsqualität zu steigern. Um dies zu erreichen haben ihn Zeit seines akademischen Lebens weder disziplinäre Grenzen noch systematische Zuordnungen interessiert, sondern er hat Fragen der Technikbewertung (z.B. Kernenergie), der gentechnisch verfahrenden Biotechnologie (sog. Life Sciences), des Umgangs mit Computern philosophisch thematisiert. Bezugspunkt dabei war stets die öffentliche Vernunft als ein abwägendes Bemühen, politische Willensbildung, ökonomische Interessen, technologischen Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklung mit ihrer lebensweltlich unterschiedlichen Kommunikativität aufeinander zu beziehen und das bessere Argument zur Geltung zu bringen. Sich im öffentlichen Raum zu bewegen, heißt für ihn, begründet Position zu beziehen, reflektiert Gestaltungsspielräume auszunutzen und persönliche Verantwortung zu übernehmen. Davon ist sowohl seine akademische als auch seine hochschulpolitische Karriere sowie seine Tätigkeit in der Wirtschaft geprägt. Allen Bestrebungen gemeinsam ist die Suche nach Neuem und die Frage, wie es entsteht? Handlungsleitend für Walther Ch. Zimmerli war und ist aber stets, ob und wie diese Innovationen eine Verbesserung für die Menschen in Gegenwart und Zukunft darstellen.