Vermittlung von Information im Mittelalter
Medien erweiterten bereits im Mittelalter auf vielfältige Weise die Kommunikation von „Angesicht zu Angesicht“. Das Schlagwort von der Informationsgesellschaft ist heute allgegenwärtig. Als ihre Geburtsstunde gilt die Erfindung des Buchdrucks, davor herrscht Finsternis: ein neuerlich „dunkles“ Mittelalter, in dem der Kommunikationsradius auf kleinste Umkreise beschränkt blieb. Dieser Sammelband zeichnet ein anderes Bild. Germanisten, Historiker und Kunsthistoriker demonstrieren aus verschiedenen Perspektiven, wie mannigfaltig im Mittelalter durch Wort, Bild und Schrift Informationsvermittlung stattfand: auf Münzen und Fresken ebenso wie durch Briefe und Boten.
Klöster und Stifte des Mittelalters waren nicht nur Gebetsgemeinschaften, sondern ebenso auch Unternehmen, die auch fest in der profanen Welt der Wirtschaft verankert waren. Das Buch spannt den Bogen über die breit angelegte Thematik „Kloster und Wirtschaftswelt“: von Innovationen in Landwirtschaft und Technik über die dafür notwendige Logistik des Gütertransfers bis hin zu dem Wirtschaftsfaktor Kloster im ländlichen wie im urbanen Umfeld. Dabei werden die Entwicklungen in den verschiedenen Orden ebenso berücksichtigt wie die unterschiedlichen Voraussetzungen in Frauen- und Männerkonventen.