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Author: Corina Caduff
Ausgehend von den literarischen und theoretischen Differenzen im Umgang mit Musik und Malerei in der Gegenwartsliteratur (1980-2000) fokussiert die Studie die Literarisierung von Musik und bildender Kunst um 1800. Im Zentrum des Interesses steht die Konstituierung und Ausprägung von literarischen Imaginationen, die an Musik und bildender Kunst gewonnen sind. Die Prozesse dieser Literarisierung werden untersucht anhand verschiedener, am Übergang von Theorie und Literatur situierter Diskursfelder (dem Übergang von der Musik- und Kunstkritik zur Literatur, der Geschichte der Ästhetik, theoretischen Debatten) sowie anhand der literarischen Konzeptualisierung von Künstlerpersonal und Kunstwerken. Zur Debatte steht also die Frage, wie sich das Sprechen über die Künste in Modi der Poetik und Fiktion transformiert. Gezeigt wird dabei auch, daß die Transformation von Bild- und Musik-Diskursen in Literarizität unabdingbar an eine Transformation von literarischen Textstrukturen gebunden ist.
In: Gegenwart schreiben
In: Passionen
In: Zoologicon
Neue Praktiken und Diskurse in Literatur, Kunst, Film und Internet 2010-2020
Author: Corina Caduff
Neue künstlerische Artikulationen zu Sterben und Tod (2010-2020) tragen wesentlich zur gesellschaftlichen Bearbeitung von entsprechenden Diskursen und Praktiken bei.
Die Thematik „Sterben und Tod“ erlebt seit den 2010er-Jahren in den Künsten einen enormen Aufschwung, der sich beispielsweise im neuen Genre „Autobiografische Sterbeliteratur“ manifestiert. Indem die Künste bestimmte Fragestellungen, Topoi und Phänomene künstlerisch ausgestalten, die ansonsten kaum in vergleichbarer Weise zur Darstellung kommen, formen sie deren gesellschaftliche Diskursivierung mit und fördern dadurch auch die Veränderung von entsprechenden gesellschaftlichen Praktiken. Mehrheitlich basiert die aktuelle künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema auf autobiografischen Darstellungen. Der vorliegende Band versammelt Einzelstudien zu unterschiedlichen Beispielen aus verschiedenen Künsten mit dem zeitlichen Fokus auf das Jahrzehnt 2010-2020.
Open Access
Chiffre 2000 steht für Abschiede und Neubildungen, für Übergänge und Transformationen von Sujets und Schreibverfahren in der aktuellen Gegenwartsliteratur. Deren thematische und poetische Tendenzen werden hier unter der Leitfrage neuer Paradigmen diskutiert, die ja nicht nur im literaturwissenschaftlichen Diskurs formiert werden, der über Texte spricht, sondern auch in den literarischen Texten selbst. So fällt das Phänomen verbreiteter Mythisierungen bzw. Remythisierungen ebenso auf wie die stark zunehmende Literarisierung von Neuen Medien und von Biowis-senschaften, die auf Innovationen anderer Medien und Disziplinen reagiert. Zudem ist, angesichts der seit einigen Jahren neu erfolgenden literarischen Auseinandersetzung mit der deutschen und europäischen Geschichte, die Frage nach dem Ende der Nachkriegsliteratur noch einmal neu zu stellen. Auf diesen vier Schauplätzen hat die Literatur von Harry Mulisch, Marcel Beyer, Rainald Goetz, Durs Grünbein, Tanja Dückers, W. G. Sebald, Sarah Kane, Jeffrey Eugenides, Joane Rowlings, Elfriede Jelinek, Aris Fioretos u.v.a. ihren Auftritt.
In: Artistic Research and Literature
In: Artistic Research and Literature
In: Artistic Research and Literature
In: Artistic Research and Literature