in Automedialität
in "Interesse für bedingtes Wissen"
in Ultravision
in Das psychiatrische Aufschreibesystem
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in Das psychiatrische Aufschreibesystem
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Studien im Anschluß an Georges Canguilhem
Georges Canguilhem (1904-1995) ist einer der bedeutendsten Wissenschaftshistoriker und -philosophen des 20. Jahrhunderts und prägend für eine ganze Generation französischer Intellektueller: von Michel Foucault bis Pierre Bourdieu, von Louis Althusser bis Alain Badiou. Erstmalig für den deutschsprachigen Leser, werden seine Untersuchungen zur Geschichte der Medizin und Biologie in die kritische Reflexion aktueller lebenswissenschaftlicher Diskurse einbezogen. Im Spannungsfeld zwischen Maß und Eigensinn, eröffnen renommierte Wissenschafts- und Medizinhistoriker mit ihrer Lektüre Canguilhems neue Perspektiven u.a. auf die Beziehungen von 'normal' und 'pathologisch', Wissenschaft und Technik sowie Organismus und Maschine. Mit Beiträgen von C. Borck, C. Gradmann, B. Giresecke, V. Hess, P. Felsch, M. Schlünder, H. Schmidgen, A. Métraux, J-F. Braunstein, M. Morange, I. Hacking, F. Delaporte, H-J. Rheinberger, A. Badiou
Die Psychiatrie entwickelte im Ausgang des 19. Jahrhunderts ein komplexes Aufschreibesystem. Die Beiträge dieses Bandes zeichnen nach, wie diese psychiatrischen Aufzeichnungspraktiken zugleich Wissen formieren, Machtkonstellationen errichten und Ontologien des Wahnsinns herstellen. In den Verfahren des Notierens, Ordnens und Schreibens lässt sich eine Eigenlogik des Beobachtens, Sammelns, Protokollierens, Begutachtens und Interpretierens in der Psychiatrie freilegen. Schreibakte werden zumeist von der Verwaltung in Gang gesetzt, eröffnen der Psychiatrie Zugang zur juristischen Dienstbarkeit und beschleunigen die interne Ausdifferenzierung der Disziplin. Schreibszenen wirken auf die Äußerungen der Patienten zurück und reizen wiederum Phänomene an, die ihrerseits aufgezeichnet werden. So entsteht eine Dynamik, welche das Fach vorantreibt, seine Position in der Gesellschaft austariert, einmal gefundene Differenzierungen permanent über sich hinaus treibt und Klinik, Forschung und gesellschaftliche Praxis zu einem unabschließbaren Projekt geraten lässt.
Zum Wissenschaftsverständnis der Avantgarde
Reihe: Trajekte
Ultravisionen – Kunst als Wahrnehmungsexperiment, Forschung in Kunst und Wissenschaft, theoretisches und künstlerisches Wissen, Avantgarde und Lebenswissenschaften. Bildende Künste adressieren die Wahrnehmung. Als sich im 19. Jahrhundert auch die Physiologie, Psychologie, Psychophysik und Psychotechnik derselben annahmen und begannen, sie zu vermessen und zu trainieren, bildeten sich Bündnisse sowohl hin zu den technisch präformierten Visualisierungsverfahren, als auch zu den Erkenntnisinteressen der zeitgenössischen Lebenswissenschaften heraus.