Belting, Boehm, Bredekamp, Burda
AutorIn: Daniel Hornuff
HerausgeberIn: Daniel Hornuff
Manche bezeichnen die Bildwissenschaft als neue Superdisziplin. Andere als puren Überfluss. Aber niemand kann sagen, für was die eine Bildwissenschaft steht – aus einem simplen Grund: Es gibt sie nicht.
Das Etikett Bildwissenschaft birgt unterschiedlichste Ziele und Methoden. Wer sie vereinheitlicht, verkennt ihre Möglichkeiten. Erst die Arbeit an ihren Differenzen profiliert Stärken und markiert Schwächen. Daher setzt das Buch vier Protagonisten der Bildwissenschaft in einen Widerstreit: Hans Belting, Gottfried Boehm, Horst Bredekamp und Hubert Burda. Der Kontrast ihrer Ansätze zeigt, dass das Entscheidende der Bildwissenschaften in ihrem Unterscheiden liegt.

Eine Kulturgeschichte
AutorIn: Daniel Hornuff
Noch vor hundert Jahren galt sie als Phase voller Peinlichkeiten. Heute erscheint sie als Triumph: die Schwangerschaft. Dieses Buch betrachtet ihre Inszenierung und ihre wechselvolle Geschichte.
Daniel Hornuff skizziert die Karriere der Schwangerschaft, ihren Aufstieg zu einem öffentlichen Ereignis. Er berichtet von Spektakelföten und Modellschwangeren. Und er zeigt, welche Ideologien die Geschichte der Schwangerschaft geprägt haben. Was bedeutet es, wenn sich inzwischen jeder ein Bild vom Ungeborenen machen kann? Wenn Fötus-Partys gefeiert und Schwangerenbäuche wie Leinwände bemalt werden? Wenn also das Schwangergehen zu einer eigenen Kulturpraxis wird? Leben wir dann im Zeitalter des Pränatalismus?
Zur Inszenierung der Theorie
AutorIn: Daniel Hornuff
Denken und Designen sind die zwei Seiten einer Medaille: Niemand kann denken, ohne seine Gedanken zugleich in Form zu bringen. Grund genug, um über Gedanken als Gebilde nachzudenken.
Das Buch ist der Bauweise intellektueller Stile gewidmet. Sein Zentrum bilden fünfzehn Design-
figuren des Denkens. Texte aus der Geschichte der Medientheorie (von Gotthard Heidegger bis Frank Schirrmacher, von Friedrich Schiller bis Susan Sontag) werden auf ihre Designlösungen hin befragt: Warum erweisen sich gerade Medientheoretiker immer wieder als besonders gestaltungsfreudige Denker? In welcher Gestalt erscheinen ihre Theorien? Wie formbewusst wirken Thesen? Unterliegen Argumente einer Dramaturgie? Und wo verläuft die Grenze zwischen Designgewinn und Blendwerk? Dabei zeigt sich: Nichts ist witzloser als ein Gedanke, der sich selbst genügt!
Politische Interventionen durch Theater und Musikvideo
AutorIn: Daniel Hornuff
Bisher galten Chor, Botenbericht und Mauerschau als Relikte der Antike. Sie waren Mittel der Beglaubigung und an Körper gebunden. Doch in vielen Musikvideos kommt es ebenso wie im politischen Theater zu einer ikonischen Wende: Seit dem 20. Jahrhundert sprechen engagierte Inszenierungen dokumentarischen Bildern die Funktionen von Chor, Botenbericht und Mauerschau zu. Das Buch erzählt die Geschichte eines Theaters, das Anklage erhebt gegen die Missstände der Welt. Und es zeigt, dass auch viele Videoclips die Misere des Lebens vor den Richterstuhl der Öffentlichkeit stellen. Unter anderem setzen Erwin Piscator, Peter Weiss, Wilfried Minks, Madonna, die Scorpions und Linkin Park auf die Zeugenschaft des visuellen Dokuments. Ihre Inszenierungen treffen sich im Glauben an die Überzeugungskraft der Bilder. Ganz so, wie einst die griechische Tragödie im Körper ein Indiz der Wirklichkeit sah.
Bilanz einer Debatte
AutorIn: Daniel Hornuff
Seit rund fünfzehn Jahren wird das Verhältnis von Kunst und Dokument heiß diskutiert. Das Buch bilanziert diese Debatte – und stellt die Frage nach ihrem Ertrag.
So ambitioniert die Diskussion geführt wird, so unklar bleibt ihr Gewinn. Dreht sie sich einerseits um die Rolle der Kunst in der Gesellschaft, neigt sie andererseits zur Verselbstständigung. Denn aus dem Blick geraten Kunstformen, die das Dokumentarische spielerisch, mit Witz und Ironie erproben. Daniel Hornuff arbeitet die Hauptströmungen dieser Debatte heraus. Und er gewichtet sie, indem er sie in Bezug zu aktuellen künstlerischen Positionen setzt. Untersucht werden Beiträge u.a. von Boris Groys, Diedrich Diederichsen und Jacques Rancière ebenso wie Arbeiten von Lois Hechenblaikner, Martin Parr und Andri Pol.
in Metamorphosen von Kultur und Geschlecht
in Denken designen
in Denken designen
in Denken designen
in Denken designen