in Entautomatisierung
Medialität und Bildlichkeit
Grundlegung einer medien-philosophischen Theorie der Bildlichkeit.
Bild und Bildlichkeit bilden zentrale Themen derzeitiger philosophischer, kunstwissenschaftlicher, medientheoretischer und kulturwissenschaftlicher Debatten. Dennoch bleibt der Begriff des »Bildlichen«, verstanden als ein theoretisches Prinzip, das alle Formen der Sichtbarmachung und Veranschaulichung umfasst, merkwürdig unscharf und ungeklärt. Unter dem Titel »Ikonizität« legt der Autor eine umfassende medienphilosophische Analyse des Begriffs vor, der vor allem eine zentrale Leistung des Bildlichen - im Unterschied zur diskursiven Rede - in den Vordergrund stellt: das Zeigen. Ausgehend von einer »Logik des Zeigens« geht es um eine Revision des besonderen Erkenntnisstatus des Bildlichen jenseits von Sprache und Diskursivität - das Bild als Ort »nichtpropositionalen« Wissens, das seine eigene Weise der Argumentation und Reflexivität behauptet. Dazu behandelt der Autor nicht nur Kunstbilder, Installationen, visuelle Medienkunst, Film und Video, sondern auch technische Bilder sowie den Bildgebrauch in den Wissenschaften.

This essay is concerned with a reinterpretation of Theophrastus von Hohenheim’s (Paracelus) and Jakob Böhme’s ‚theory of signature‘ (Signaturenlehre). In contrast to common interpretations, it is considered from the angle of the opposition of symbollon and semeion. While the first category, symbollon, refers on an act of unification of divided parts that constitute one sign, the latter category, semeion, deals with conventional meaning. ‚Semiotic signs‘ always require interpretations, ‚symbolic signs‘ show meanings. The article argues that ‚showing‘ – in a mere Wittgensteinian sense in contrast to ‚saying‘ – turns out to be the key to understand the ‚theory of signature‘. From this perspective, the ‚theory of signature‘ could be a foundation of ‚phaenomenological semiotics‘. That means that it finds its starting-point in perception and aesthetics instead of denotation or signification. Its method is analogy. Thus, it can be compared with artistic work that gains various experiences through forms, materials, and figures (‚Gestalten‘), and not evidences by means of valid propositions about the world

in Signatur und Phantastik in den schönen Künsten und in den Kulturwissenschaften der frühen Neuzeit
in Figur und Figuration
in Stimme und Schrift
in Hide and Seek
Materialität, Präsenz, Ereignis
Beiträge zur Theorie des Darstellens
HerausgeberIn: Dieter Mersch
Die Künste verwenden nicht nur unterschiedliche Medien, sie setzen sie auch unterschiedlich ein. Medientheorie kann sich darum nicht nur auf eine Theorie der jeweils zum Einsatz kommenden Techniken beschränken, sie muß sich vor allem in einer Theorie der Darstellung verorten. Dabei kreisen die meisten der hier versammelten Beiträge um die Thematik von Sagen und Zeigen. Beide kommen als disparate Modi medialen Darstellens in unterschiedlichen Medien wie Schrift, Bild, Ton oder Zahl zum Ausdruck. Entsprechend stehen im Zentrum der Beiträge sowohl die theoretische Begründung der strukturellen Differenz zwischen Sagen und Zeigen als auch die Beschreibung ihrer unterschiedlichen Leistungen in Literatur, Musik, bildender Kunst oder Architektur. Sie betreten damit das offene Feld zwischen Ästhetik, Semiotik und Darstellungstheorie einerseits und zwischen Kunst- und Medienphilosophie andererseits.
in Kulturtechnik Malen
in Körper des Denkens