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  • Author or Editor: Dirk Baecker x
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In: Angst
In: Die Vermessung des Ungeheuren
In: Theorietheorie
In: Dank sagen
In: (Un)Bestimmtheit
Dimensionen eines Gefühls
Geschichten, in denen Menschen erst lernen müssen, was Angst ist, muten uns paradox an. In allen Kulturen finden wir Angst, aber auch Methoden, die Angst zu bekämpfen. Die Autoren dieses Bandes verstehen Angst nicht nur als überzeitliches, gewissermaßen biologisches Phänomen, sondern erkennen darin zugleich historisch und gesellschaftspolitisch unterschiedliche Erscheinungsformen. Der Blick auf solche Formationen der Angst kann uns dabei helfen, eine gewisse Distanz zu diesem Phänomen einzunehmen, das gerade durch seine Unmittelbarkeit charakterisiert ist. Darüber hinaus zeigen die verschiedenen Beiträge die Besonderheit der Angst in unserer modernen Gesellschaft. Wenn die Gesellschaft nicht mehr als natürliche Sozialität verstanden werden kann, wenn Individualität und Reflexivität den modernen Menschen mehr als in der Vergangenheit prägen, verändert sich offensichtlich auch die Angst. Die Philosophie, die Psychoanalyse, die Literatur der Moderne und Postmoderne zeigen die allgemeine Dimension der Angst in einer Epoche der Individualisierung und potenziellen Entwurzelung, der kein Mensch ganz entgehen kann: der Soziologe Dirk Baecker, der Psychoanalytiker Peter Widmer, die Philosophen Johannes Heinrichs, Sybille Krämer, Michail Ryklin, Slavoj Zizek, die Judaistin und Rabbinerin Evelyn Goodman-Thau, der Religionswissenschaftler Jan Assmann und der Literaturwissenschaftler László Földényi gehen dieser Entwicklung und ihrer Auswirkung auf die Angst nach.
Wider die Theoriemüdigkeit in den Geisteswissenschaften
Geisteswissenschaften sind der Ort avancierter Theoriebildung, und Theoriebildung ist der Ort avancierter Geisteswissenschaften.
Gegenstand dieses Bandes sind die avancierten Theorieentwicklungen der letzten Jahrzehnte. Denn die Geisteswissenschaften sind mehr denn je gera-dezu konstitutiv von der Oszillationsbewegung zwischen Theoriekonjunktur und Theorieabge-sang, Theoriefeier und Theoriemüdigkeit, Theorieexplosion und Theorieverachtung geprägt. Auf intensive Theoriedebatten folgt ein Widerstand gegen die Theorie, was als ein historisches Entwicklungsprinzip der Geisteswissen-schaften gelten kann. Beide Bewegungen und ihre Abfolge sind selbst theoriebedingt – und dies durchschaubar und beobachtbar zu machen, ist eine der Hauptaufgaben einer geisteswissenschaftlichen Wissenschaftstheorie, wie sie sich dieser Band vornimmt.
Praktische Problemkonstellationen
Unbestimmtheit ist ein Signum der modernen Gesellschaft. Dieses Buch diskutiert diese These und lotet aus, inwiefern Unbestimmtheit nicht nur eine Herausforderung für die moderne Gesellschaft darstellt, sondern auch eine Ressource gesellschaftlicher Praxis ist.
Die moderne Gesellschaft vor dem Hintergrund von Risiko, Unsicherheit oder Kontingenz zu beschreiben, ist ein soziologischer Allgemeinplatz. Der Band knüpft zwar an derartige Diagnosen an, es geht ihm aber um etwas anderes: darum, dass die Gesellschaft sich erstaunlicherweise an ganz unterschiedlichen Stellen Unbestimmtheiten zumutet. Dabei ist es interessant zu beobachten, dass Unbestimmtheit in vielen Fällen nicht etwa das Problem darstellt, sondern vielmehr eine Problemlösung. Was diese Konstellation über die moderne Gesellschaft verrät, dieser Frage will dieses Buch anhand unterschiedlicher Beispiele nachgehen.
Politik, Semantik und Poetik der Verbindlichkeit
„Danke“ sagen: ein alltäglicher Akt. Dankbarkeit, so vermutet man rasch, sei ein urmenschliches Gefühl, sie verbinde Menschen, sie drücke Selbstlosigkeit aus. Der vorliegende Band prüft solche Annahmen. Gegenstände der Untersuchungen sind unter anderem Dankesrituale, Dankesbekundungen in Film, Literatur und Wissenschaft sowie die Geschichte des Danks. Alles in allem entpuppt der Dank sich als vielgestaltiges soziales und semantisches Phänomen, das alle Bereiche menschlicher Kommunikation berührt.
Philosophie nach Peter Sloterdijk
Gleichsam im Schatten seiner massenmedialen Präsenz baut Peter Sloterdijk seit nunmehr einem Vierteljahrhundert an einem philosophischen Werk, das heute – weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein – in Umrissen als komplexes Ganzes sichtbar zu werden beginnt. Der Band versammelt erstmals Essays herausragender Intellektueller aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum, die sich von Sloterdijks philosophischer Erhellung unserer Gegenwart inspiriert zeigen und von den unterschiedlichsten disziplinären und persönlichen Blickwinkeln aus theoretische Tangenten an sein Werk anlegen. Entsprechend der Breite des Sloterdijkschen Oevres beschäftigen sich die Autoren mit philosophischen, politolo- gischen, sozio- und psychologischen sowie gegenwartsdiagnostischen Fragestellungen und nehmen dabei auf sämtliche Hauptwerke des Philosophen Bezug: von der 'Kritik der zynischen Vernunft' (1983) über die Sphären-Triologie (1998-2004) und 'Im Weltinnenraum des Kapitals' (2005) bis hin zu 'Zorn und Zeit' (2006) sowie dem 2009 erscheinenden Buch über Anthropotechnik 'Du mußt dein Leben ändern'. Essays mit strikter Referenz auf Peter Sloterdijk sind ebenso vertreten wie Texte, die aufgrund seiner Anregungen an Sachthemen weiterdenken.