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  • Author or Editor: Dorothea Wildenburg x
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In: Vernunft und Innovation
In: Prekäre Freundschaften
Über geistige Nähe und Distanz
Hölderlin und Schiller, Marx und Engels, Benjamin und Brecht, Sartre und Camus, Goethe und Eckermann: Legendäre Freundschaften verbanden diese berühmten Persönlichkeiten. Doch diese bedeutungsvollen Verbindungen waren nicht immer nur von Harmonie und Solidarität geprägt.
Wie beeinflussten sich die Freunde gegenseitig in ihrem Denken und wie lässt sich ihr Verhältnis treffend beschreiben?
In elf Beiträgen werden berühmte Freundschaftsverhältnisse porträtiert, deren faszinierende Ausstrahlung bis in die Gegenwart reicht. Nähe und Distanz, oft auch erstaunliche Widersprüche und Brüche fallen dabei in den Blick. Denn nicht immer spielte die geistige Affinität in den intellektuellen Beziehungen die Hauptrolle.
Über das alte Vorurteil für das Neue. Festschrift für Walther Ch. Zimmerli zum 65. Geburtstag
Walther Ch. Zimmerlis philosophische Bemühungen sind von Grenzgängen zwischen und Überschreitungen von Disziplinen gekennzeichnet und von der Grundüberzeugung getragen, dass Philosophie sich einzumischen und einzubringen hat.
Sie muss sich also mit den Lebensfragen der Menschen selbst auseinandersetzen. Zimmerlis philosophisches Ziel ist immer, die Problemlösungsqualität zu steigern. Um dies zu erreichen haben ihn Zeit seines akademischen Lebens weder disziplinäre Grenzen noch systematische Zuordnungen interessiert, sondern er hat Fragen der Technikbewertung (z.B. Kernenergie), der gentechnisch verfahrenden Biotechnologie (sog. Life Sciences), des Umgangs mit Computern philosophisch thematisiert. Bezugspunkt dabei war stets die öffentliche Vernunft als ein abwägendes Bemühen, politische Willensbildung, ökonomische Interessen, technologischen Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklung mit ihrer lebensweltlich unterschiedlichen Kommunikativität aufeinander zu beziehen und das bessere Argument zur Geltung zu bringen. Sich im öffentlichen Raum zu bewegen, heißt für ihn, begründet Position zu beziehen, reflektiert Gestaltungsspielräume auszunutzen und persönliche Verantwortung zu übernehmen. Davon ist sowohl seine akademische als auch seine hochschulpolitische Karriere sowie seine Tätigkeit in der Wirtschaft geprägt. Allen Bestrebungen gemeinsam ist die Suche nach Neuem und die Frage, wie es entsteht? Handlungsleitend für Walther Ch. Zimmerli war und ist aber stets, ob und wie diese Innovationen eine Verbesserung für die Menschen in Gegenwart und Zukunft darstellen.