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Figuren - Theorien - Darstellungsformen
Wie gehen Philosophie und Literatur um 1800 mit Andersheit um – und inwiefern dürfen diese Thematisierungen bis heute Relevanz beanspruchen?
Während man der Literatur gemeinhin ein offenes, dem Heterogenen verpflichtetes Denken zugesteht, sieht sich die Philosophie insbesondere in Gestalt des deutschen Idealismus immer noch häufig dem Totalitarismus-verdacht ausgesetzt, das Andere zugunsten systematischer Einheit zu neutralisieren. Vermag dieser schematische Gegensatz aber zu überzeugen? Die Beiträge dieses Bandes spüren Figuren, Theorien und Darstellungsformen des Anderen von Fichte bis Hegel und von Schiller bis Brentano nach, um das literarisch-philosophische Feld um 1800 jenseits dieser starren Frontstellung interdisziplinär zu erschließen.
Visionen und Revisionen der Aufklärung
Von der Rationalität wird seit der Epoche der Aufklärung viel erwartet. Fraglich ist, ob die Rationalität wirklich halten kann, was sich große Denker von ihr versprochen haben.
Systematisch werden die aufklärerischen Visionen beleuchtet, die in ihrer Vielfalt das Versprechen der Rationalität ausmachen. Zugleich werden in Form von Revisionen ebenjene Visionen und ihre Manifestationen neu gesichtet, geprüft oder auch kritisiert und zurückgewiesen: Was wurde in welchem Maße eingelöst und wo wurden Versprechen gebrochen?
Die Beiträge loten den Geltungsanspruch von Rationalität im Spannungsverhältnis von 18. und 21. Jahrhundert aus. So liefern sie eine Einschätzung des Aufklärungsprozesses bis hinein in die Gegenwart.