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  • Author or Editor: Elisabeth Oy-Marra x
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In: Fassaden?
In: Intermedialität von Bild und Musik
In: Intermedialität von Bild und Musik

Anselm Kiefer, der in seinen Gemälden häufi g über die Bildtitel oder auch durch Bildinschriften konkrete Textbezüge herstellt, stellt sich damit scheinbar in die große Tradition humanistischer Bildpraxis. Während die aufgerufenen Texte traditionell jedoch interpretationsleitend waren, stellen Kiefers Textbezüge zwar einen assoziativen Bezug zum aufgerufenen Text her, tragen aber gleichwohl nicht zu einem besseren, d.h. vom Verständnis des Textes geprägten illustrativen Bildverständnisses bei. Stattdessen eröffnet der reziproke Verweis von Bild und Text neue Sinnschichten, die nicht selten auch auf das Textverständnis wieder zurückweisen. Insofern stellen die Celan-Bilder Kiefers eine zweifache Provokation des Verstehens dar: Sie stellen sowohl die Integrität des Textes, auf den sie verweisen, in Frage, als auch die gewohnte, vom Betrachter geforderte Interpretationshilfe eines literarischen Bezugs. Stattdessen operiert der Künstler – dem Emblematiker ähnlich – mit einer undarstellbaren Größe, auf die Text und Bild wechselseitig verweisen, ohne diese jedoch tatsächlich darstellen zu können. Hieran schließt sich die Frage an, inwieweit das Undarstellbare noch in den Kategorien einer von der Hermeneutik bestimmten Kategorie des Verstehens genügen kann.

In: Erzeugen und Nachvollziehen von Sinn

Discussions dealing with fantasy and aesthetic imagination show one of the central questions in 16th century Art Theory. However, the reassessment of imagination was disputed and had to demand for itself against the claim for a strict mimesis. In particular, the „Querelle des grotesques,“ made clear that in their arguments, sixteenth century theoreticians made the Platonic distinction between image and illusion their own. While the theological critics underlined the dangers of illusions, already prepared by Plato, and called for an accurate imitation of the visible world, Gregorio Comanini clearly explained in his assessment of Arcimboldo’s late paintings, „Flora“ from 1587 and „Vertumnus“ from 1591, in his treatise, Il Figino, that Plato’s conception of illusory art was subjugated to a decisive change. At the same time, the potential power of „fantasy“ for the recognition of resemblances in the visible world was realized. Arcimboldo’s heads can thus also be understood as learned allegories. However, the analysis of Arcimboldo’s visual methods shows that the painter understands the similarities less in conceptual terms of signatures, but rather is interested much more in both formal and visual similarities, which have no relation to a metaphysical reality anymore

In: Signatur und Phantastik in den schönen Künsten und in den Kulturwissenschaften der frühen Neuzeit
In: Intuition
In: Intermedialität von Bild und Musik
In: Intermedialität von Bild und Musik
In: Intermedialität von Bild und Musik
In: Intermedialität von Bild und Musik