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Ästhetiken der Transfiguration
HerausgeberInnen: Erika Fischer-Lichte und Nicola Suthor
Transfiguration, das Aufscheinen einer anderen Realität in der gewöhnlichen Wirklichkeit, führt zu einer produktiven Spannung zwischen der gegenständlichen Plastizität des Leibes und der phantastischen Wirkung seiner Verklärung, die in diesem Band in ihren vielfältigen Ausprägungen analysiert wird. Ausgehend von der theologischen Dimension, der Verklärung Christi, wird untersucht, wie dieses Konzept in der mittelalterlichen Literatur der Mystik, den bildenden Künsten und der modernen Theaterpraxis verarbeitet wird. Die Vorstellung einer 'zweiten Geburt' in der Kunst (wenn etwa eine Mamorbüste den Dargestellten an Lebendigkeit übertrifft), die rituelle Funktion des Opferkults (aus ethnologischer wie aus filmtheoretischer Perspektive), wie die Macht der Figurabilität, die den Sinn in der Verheißung einer sich kaum abzeichenden Form proliferieren lässt, werden im Hinblick auf die Ausbildung einer profanen ästhetischen Praxis der Transfiguration untersucht.
HerausgeberInnen: Erika Fischer-Lichte und Daniela Hahn
Auf welche Weisen setzen sich die Künste mit ökologischen Fragen auseinander? Welche Vorstellungen von Naturen und Umwelten kommen im Verhältnis von Ökologie und Künsten zum Tragen?
Ökologie ist in den letzten Jahren in den Sozial-, Kultur- und Kunstwissenschaften und auch in den Künsten selbst zu einem Schlüsselthema geworden. Dies zeigt eine Vielzahl von künstlerischen Arbeiten, die sich mit Fragen des Lebensraums, der Gestaltung von Natur- und Stadträumen und den Materialitäten der Umwelt auseinandersetzen. Vor diesem Hintergrund nehmen die Beiträge des Bandes die Strategien und Formen in den Blick, in denen ökologische Themen künstlerisch aufgegriffen, verhandelt und in Szene gesetzt werden. Sie zeigen, wie Klima- und Umweltveränderungen sowie deren Folgen für die Lebens- und Handlungsbedingungen in künstlerischen Szenarien erprobt und durchgespielt werden.
Mit Beiträgen u.a. von Hartmut Böhme, Bruno Latour, Friedrich von Borries, Evi Zemanek und Benjamin Bühler.
Theater und Topologie
HerausgeberInnen: Benjamin Wihstutz und Erika Fischer-Lichte
Inwiefern ist der theatrale Raum politisch? Auf welche Weise spiegeln Grenzziehungen und Verortungen des Theaters eine Politik des Raumes wider? Der Band geht diesen Fragen sowohl historisch als auch auf das Gegenwartstheater bezogen auf den Grund. Jedes Theater beginnt mit einer Grenzziehung, jede Aufführung teilt einen Raum auf. Sei es die Trennung von Zuschauersaal und Bühne, die Aufteilung zwischen urbanem Raum und Theatersaal, sei es das Theater als Repräsentation des Hofes oder Versammlungsort der Polis - seit jeher zeichnet das Theater eine Politik des Raumes aus, die sich je nach historischem und kulturellem Selbstverständnis verändert hat. Dabei spielen geographische und juridische Aspekte ebenso eine Rolle wie Fragen der Gemeinschaftsbildung oder Inszenierungsstrategien in Theater, Tanz und Performance. Dem Band geht es nicht zuletzt um die politische Verortung des Theaters und seiner Topologie im Spannungfeld von Kunst und Gesellschaft.
Der Witz und seine Beziehung zu den Künsten
HerausgeberInnen: Erika Fischer-Lichte und Regine Strätling
Witze machen einen ungewohnten Gebrauch von unseren Sprech- und Denkgewohnheiten. Sie bringen unsere Annahmen von der Welt in eine Schräglage und schlagen Funken aus der Materialität unserer Kommunikation. Haben Witze eine grundsätzliche Affinität zur Kunst?
Die Beiträge fragen aus kunstwissenschaftlicher und philosophischer Perspektive nach der Beziehung zwischen dem Witz und den Künsten. So unbestreitbar der Unterhaltungswert von Witz ist, so umstritten ist heute sein künstlerischer Wert. Der auf Lachen abzielende Effekt gilt bestenfalls als angenehmes Beiwerk neben den ›eigentlichen‹ ästhetischen Qualitäten. Demgegenüber wird hier darüber nachgedacht, ob Witz nicht als genuine ästhetisch-philosophische Kategorie im Sprechen über Kunst begriffen werden kann. Mit Beiträgen von U. Blumenbach, S. Connor, S. Critchley, S. Foellmer, T. Hecken, C. Pareigis, S. Siegel u. a.
Inszenierung, Aufführung und Praxis
HerausgeberInnen: Erika Fischer-Lichte und Christoph Wulf
Gesten gehören zu den frühesten und wichtigsten Darstellungs- und Ausdrucksformen. Sie sind allen Menschen gemeinsam und sind zugleich historisch und kulturell unterschiedlich. Gesten sind Handlungen ohne Worte. Als soziale und ästhetische Darstellungs- und Ausdrucksformen bringen sie den Körper in Erscheinung. Sie sind dynamisch und performativ; sie spielen eine zentrale Rolle in: bildender Kunst, Film und Musik; Theater, Performance und Tanz; sozialen und pädagogischen Beziehungen.


Gesten werden inszeniert und aufgeführt. Ihre Performativität gestaltet gesellschaftliche, soziale und künstlerische Praxis. Mit dem historischen
und kulturellen Wandel und mit Innovationen in den Künsten ändern sich Gesten und ihre Bedeutung. Mit der Ubiquität der neuen Medien finden viele eine globale Verbreitung und entwickeln sich je nach Kontext, Darstellung, Ausdruck, Inszenierung und Aufführung. Wie sich Gesten zeigen, konturieren und verfeinern, wie sie gelernt und in Szene gesetzt werden, wie sie funktionieren und wirken, wird in einem multidisziplinären Zugang untersucht und mit der Vielfalt interkultureller geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektiven dargestellt.