Search Results

In: Visionen der Zukunft um 1900
In: Poetologien des Posturalen
Alfred Kubin und die deutschsprachige Phantastik
Um 1900 changieren Zukunftsvisionen zwischen Euphorie und Pessimismus. Wie stellt sich das in so unterschiedlich entwickelten Ländern wie Deutschland, Österreich und Russland dar?
In allen drei Ländern nehmen um 1900 literarische wie philosophische Zukunftsentwürfe eine exponierte Stellung ein. Der massive Veränderungsdruck der industriellen Revolution provoziert vielfältige Versuche, gegenwärtige Entwicklungstendenzen auf die Zukunft zu projizieren. Gebrochen wird dies durch die innere Dialektik der Moderne, jenen Druck entweder als neuen Gestaltungsfreiraum euphorisch zu begrüßen oder aber als Bedrohung abzuwehren. Mit narrativen Zukunftsentwürfen steht die Frage im Mittelpunkt, wie das noch nicht Vorhandene sprachlich-ästhetisch bewältigt werden kann.
Autorschaftsinszenierungen in der Literatur der Zwischenkriegszeit
Zwischen den Kriegen veränderten sich Produktions-, Distributions- und Rezeptionsmodi von Literatur rapide. Dieser Prozess lässt sich an der Emergenz neuer Formen dichterischen Selbstverständnisses und öffentlicher Inszenierung ablesen.
Mit der Perspektive auf die deutschsprachige Literatur der Zwischenkriegs-
zeit bietet der Band eine historische Zusammenschau differenter Autorschaftsinszenierungen, die aus der fortschreitenden Ausdifferenzierung konkurrierender Modelle hervorgehen und nach 1918 neue Märkte, Medien und Bühnen vorfinden. Im Zentrum stehen unterschiedliche postures (Jérôme Meizoz) als spezifische Konfigurationen textueller, diskursiver und sozialer Praktiken. Mit Beiträgen zu Benn, Brecht, Bettauer, Borchardt, Hofmannsthal, Jünger, Keun, Kraus, Lederer, Lernet-Holenia, Thomas Mann, Musil, Rilke, Schnitzler, Schreyer, Schröder, Walser und Zweig.