in Strukturentstehung durch Verflechtung
Akteur-Netzwerk-Theorie(n) und Automatismen
HerausgeberInnen: Tobias Conradi, Florian Muhle und Heike Derwanz
Die Akteur-Netzwerk-Theorie stellt mit ihrer Forderung, die Verflechtungen zwischen Natur und Kultur, Gesellschaft und Technik strikt empirisch zu erforschen, eine Herausforderung für sozial- und kulturwissenschaftliche Konzeptionen des Sozialen dar.
Entfaltet wird eine kritische Diskussion um Symmetrie, die Handlungsfähigkeit nicht-menschlicher Akteure sowie die Verteilung von Macht in Netzwerken.
Dabei werden Möglichkeiten und Grenzen der Akteur-Netzwerk-Theorie in den Blick genommen: am Beispiel der Handlungsmächtigkeit von Viren, der Verflechtung unterschiedlicher Akteure im Prozess künstlerischer Produktion sowie der Problematik des Regierens nach Hurrikan »Katrina«.
Das Hauptinteresse gilt dabei den Mechanismen ungeplanter Strukturentstehung.
in Strukturentstehung durch Verflechtung
in Strukturentstehung durch Verflechtung
in Strukturentstehung durch Verflechtung
in Strukturentstehung durch Verflechtung
Schemata und Praktiken stehen in einem komplementären Verhältnis zueinander. Sie entstehen aus dem Wechselspiel von Stillstand und Entwicklung.
Schemata entstehen in sich wiederholenden und routinisierten Praktiken und Handlungsabläufen. Deren Strukturen verfestigen sich nach und nach zu Schemata. Gleichzeitig ermöglichen Schemata aber auch erst die Entstehung von Praktiken, indem sie bestimmte typische Handlungsabläufe zur Verfügung stellen, an denen sich Praxis orientieren kann.
Schemata und Praktiken widmet sich diesem komplexen Zusammenspiel von Beharrung und Innovation mit Bezug auf die Frage nach Automatismen: am Beispiel der Iteration und Neuformierung von Nationalstereotypen, der Emergenz ungeplanter Muster in der Inszenierung von Fernsehtalkshows oder der Adaption biologischer Systeme in der Technik.