Antwortversuche aus medizinisch-naturwissenschaftlicher, philosophischer und theologischer Sicht
HerausgeberInnen: Thomas Buchheim und Friedrich Hermanni
Das Leib-Seele-Problem ist eine klassische Aufgabe des abendländischen Denkens, die bereits die antike Medizin und Philosophie und von früh an auch die Theologie beschäftigt hat. Dass ihm in der Gegenwart besondere Aufmerksamkeit zuteil wird, hängt einerseits mit den rasanten medizinischen und neurowissenschaftlichen Entwicklungen zusammen und andererseits mit den Konsequenzen, die Lösungsvorschläge für unser Selbstverständnis haben oder zu haben beanspruchen. Um welches Problem es sich handelt, läßt sich durch folgende Fragen umschreiben: Gibt es neben Körpern auch immaterielle Seelen, oder gibt es ausschließlich physische Gegenstände, von denen einige mentale Eigenschaften besitzen? Lassen sich mentale Eigenschaften auf physische zurückführen? Und schließlich: Ist der Tod die Trennung der Seele vom Körper, das definitive Ende des ganzen Menschen oder nur das seiner jetzigen Daseinsgestalt? Der Band gibt auf diese Fragen kundige Antworten.
Systematisch-theologische und philosophische Annäherungen
Eine philosophische und theologische Kritik
Untergang, ewiges Leben und Vollendung der Geschichte in Philosophie und Theologie
Endangst gehört zum Menschen: In der Form der Angst vor dem eigenen Ende und der Angst vor dem Ende des eigenen Kollektivs oder der Menschheit als ganzer. Auch wer an die Ewigkeit der Welt glaubt, kann dem eigenen Tod nicht entgehen. Der Endangst des Menschen steht freilich seine Hoffnung auf ein ewiges Leben der Person und auf die Vollendung der Geschichte gegenüber. Beruht diese Hoffnung auf reinem Wunschdenken und metaphysischer Selbsttäuschung? Oder ist sie womöglich berechtigt und worauf bezieht sie sich im Einzelnen? Was können Theologie und Philosophie über die Endangst und die Hoffnung des Menschen sagen? Im vorliegenden Band versuchen Philosophen und Theologen Antworten auf diese Fragen zu geben.
Philosophische und theologische Perspektiven
Das Problem der Freiheit und Unfreiheit des menschlichen Willens ist ein Labyrinth, in dem sich die menschliche Vernunft immer wieder verirrt hat und sich gegenwärtig angesichts der Befunde der Neurowissenschaften besonders herausgefordert sieht. Sich in diesem Irrgarten zu orientieren, ist das Ziel dieses Buches. Dabei geht es vornehmlich um vier Fragestellungen, zwei philosophische und zwei theologische: 1. Ist es ausschließlich im Rahmen des Indeterminismus sinnvoll, dem Menschen Freiheit zuzuschreiben? 2. Welche Art von Freiheit müsste der Mensch besitzen, damit er für sein Handeln verantwortlich wäre ? 3. Ist der Hinweis auf die Freiheit des menschlichen Willens geeignet, um das Böse und die Übel in der Welt in einer Weise zu erklären, die Gott von der Verantwortung entlastet? 4. Ist es vernünftig, zugleich anzunehmen, der Mensch besitze einen freien Willen und seine Verwandlung ins Gute sei allein das Werk der göttlichen Gnade? Wird die menschliche Willensfreiheit in dem Maße verkleinert, wie die Gnade Gottes vergrößert wird?