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Author: Günther Heeg

The living on of of the mythical sorceress Alcina in Ludovico Ariost’s Renaissance-Epic Orlando furioso in the 17th and 18th centuries ballet de cours and opera seria has prompted questions about the magical heritage of theatre in the era of reason and enlightenment. The essay analyses the phenomenon of theatrical magic in postritual times refering to a contemporary production of Georg Friedrich Händels opera Alcina reflecting historical ones.

In: Signatur und Phantastik in den schönen Künsten und in den Kulturwissenschaften der frühen Neuzeit
Maschine, Blick und Bewegung auf der Opernbühne des Ancien Régime
Series:  Eikones
Die Opernbühne des Ancien Régime gehorcht dem Paradigma des Spektakels. Sie will Schaulust und Staunen hervorrufen und zielt auf die Konstitution und Repräsentation von Herrschaft. Der visuellen Überwältigungsrhetorik der Gegenreformation und des absolutistischen Hofes steht sie in nichts nach; sie ist Bestandteil von deren machtpolitischen Strategien. Zugleich bewirkt die spektakuläre Visualität eine Destabilisierung des dem Barock zugeschriebenen »Imperialismus des Bildes« und seiner visuellen Ordnungen.
Die französische Barockoper hat in Bezug auf diese Ordnungen stark desorientierende und verwirrende Implikationen. Aus interdisziplinären Blickwinkeln werden die historische Dimension der Praktiken des Spektakulären sowie Fragen der gegenwärtigen Aufführungspraxis erörtert.