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In: Gesten
Überlegungen zu einer neurosemiologischen Theorie der sprachgeleiteten Konzeptgenese
Author: Gisela Fehrmann
Die Frage nach einem Zusammenhang von Sprache und Begriffsbildung erfährt auch in den Kognitions- und Neurowissenschaften verstärkt Interesse. Sie wird jedoch ohne Bezug zu entsprechenden sprach- und zeichenphilosophischen Theorietraditionen diskutiert. Anders als die Wirkungsgeschichte des strukturalistischen Paradigmas dies glauben macht, eröffnet hier aber gerade ihr vorgeblicher Begründer, Ferdinand de Saussure, bislang unbeachtet gebliebene Anschlussmöglichkeiten. In seiner diskursiv verankerten und differenzlogischen Semantikkonzeption weist er den Prozess der Zeichensynthesis als den logischen Ort dynamischer Begriffsgenese aus. Wie die Rekonstruktion des fragmentarisch gebliebenen Theoriegebäudes von Saussure zeigt, ist der von ihm entwickelte semiologische Rahmen geeignet, ein Modell für die Verortung neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse zur kognitiven Wissensorganisation zu liefern. Zugleich macht die neurowissenschaftliche Konkretisierung Saussurescher Kernannahmen die Grundzüge einer semiologischen Theorie der Verzeichnung des Wissens sichtbar.
In: Zeigen
In: Medienbewegungen
In: Medienbewegungen
In: Medienbewegungen
In: Medienbewegungen
In: Medienbewegungen
Praktiken des Symbolischen. Festschrift für Ludwig Jäger zum 60. Geburtstag
Keine Spur ohne Lektüre – keine Lektüre ohne Spur. Spuren sind Hinterlassenschaften, keine Abbildungen von Ereignissen. Ihre Anwesenheit zeugt von Abwesenheit. Die eigentümliche Funktion der Spur liegt nicht im Bewahren, sondern im Verweis auf Nicht-Gegenwärtiges. Verweis wird sie aber erst dadurch, dass sie als Spur gelesen wird. In dieser Hinsicht ist die Spur materielle Aufforderung zu und Ergebnis von Lektüreprozessen. Ob in der Sprach- oder Neurowissenschaft, in der Literatur- und Medientheorie oder der Informatik, die theoretische Produktivität des Spurbegriffs zeigt sich – wie die Beiträge dieses Bandes vorführen – immer dann, wenn die repräsentationale Annahme einer identischen Wiederholbarkeit von Ereignissen in Frage gestellt wird. Mit Beiträgen von: Friedrich Balke Mareike Buss Cornelia Epping-Jäger Gisela Fehrmann Johannes Floss Jürgen Fohrmann Frank-Rutger Hausmann Rembert Hüser Matthias Jarke Sybille Krämer Erika Linz Gerhard Neumann Erhard Schüttpelz Christian Stetter Wilhelm Vosskamp Brigitte Weingart Horst Wenzel Michael Wetzel Raimar Zons
Praktiken der Bezugnahme
Medien nehmen intermedial Bezug aufeinander und beziehen sich in rekursiven Schleifen in-tramedial auf sich selbst. Transportieren die vielfältigen Verfahren medialer Bezugnahme dabei einen bewegungsresisten-ten Sinn oder erzeugen sie im Zuge ihrer Prozessierung erst Bedeutung? Lässt sich über die medialen Praktiken der Bezug-nahme ein Muster freilegen, das die Verfahrenslogik der kulturel-len Semantik bestimmt? Im Anschluss an Überlegungen zu einer Transkriptionstheorie untersucht der Band Formen kultureller Kommunikation auf eine ihnen eigene Logik der Transkription. Anhand von Fall-beispielen aus verschiedenen Materialfeldern werden die me-dialen Bedingungen transkripti-ver Verfahren freigelegt und spezifiziert.