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In the history of Chinese and European philosophy, metaphysics has played an outstanding role: it is a theoretical framework which provides the basis for a philosophical understanding of the world and the self. A theory of the self is well integrated in a metaphysical understanding of the totality of nature as a dynamic process of continuous changes.
Metaphysics has, however, suffered a loss of importance in current debates, especially in ethics. As a result, we observe the emergence of such philosophical views as moral skepticism and even nihilism. The consequence of this tendency has been the renunciation of a claim to understanding and to providing a solid ground for ethics.
Fallstudien zum melancholischen Grund des Schöpferischen in Asien und Europa
»Warum erweisen sich alle außergewöhnlichen Männer in Philosophie oder Politik oder Dichtung oder in den Künsten als Melancholiker?«
Diese einleitende Frage der pseudoaristotelischen Problemata Physica XXX, 1 enthält die Behauptung, die seit mehr als zwei Jahrtausenden in der abendländischen Tradition wiederholt wird und deren vermeintlich kontinuierliche Wirkmacht als bestens erforscht gilt. Aus morphomatischer Sicht führt eine Genealogie des Denkbilds vom melancholischen Grund des Schöpferischen jedoch zu bisher kaum beantworteten Fragen. Dazu gehören u.a.: Warum verblasste diese so eindrücklich gestaltete Vorstellung von der Schöpferkraft der Melancholie sofort wieder? Was bewirkte ihre triumphale Wiederkehr in der Renaissance? Im Abendland wird die Melancholie seit der Renaissance als Genieausweis gehandelt – wie jedoch sieht es in anderen Kulturtraditionen aus?