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Entstanden in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts aus der historischen Semantik und als Nebenschauplatz einer programmatisch orientierten Untersuchungs- und Reflexionskultur hat sich die Begriffsgeschichte in den epistemologischen Bedingungen der siebziger und achtziger Jahre beinahe unbemerkt zum dominanten Paradigma der Geisteswissenschaften in Deutschland entwickelt. Unter der Dominanz der Hermeneutik und des neo-historischen Stils liess sich sogar – mindestens im Stil einer provozierenden Geste – der maximalistische Anspruch vertreten, dass Begriffsgeschichte deckungsgleich sei mit jener historischen Arbeit schlechthin, welche nicht unter den Verdacht philosophischer Naivität fiele.
In: Vom Umgang mit Fakten
In: Sympathy for the Devil
In: Beobachtung zweiter Ordnung im historischen Kontext
In: Rom rückwärts
In: Kleist revisited
In: Stimmung
In: Le Pont des Arts
In: Apokrypher Avantgardismus