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In: Sprache und Literatur

Der Beitrag beleuchtet den Prozess von Verstehen und Sich-Verstehen, wie er sich in Derridas Werk abzeichnet, ausgehend von der Thematisierung des Theaters darin. Szenische écriture, die problematische Insistenz auf „Präsenz“, Verräumlichung und Verzeitlichung in performativen Prozessen verlangen nach einer Fortschreibung von Hermeneutik und zugleich die Überwindung bestimmter mit ihrer Tradition verknüpfter Theoreme. Gerade die Kunst des Theaters bietet Anlass, auf dem Ungesicherten und Momentanen nicht nur seiner Praxis sondern auch seiner Thematisierung zu beharren. In kritischer Anknüpfung an den Begriff des Spiels (Gadamer) wird der Akt des Verstehens hermeneutisch, spreachakttheoretisch und theaterästhetisch refl ektiert als Empfänglichkeit und Gabe, als Kunst des Nicht-Verstehens und, mit einem hier vorgeschlagenen, erst noch zu entwickelnden Konzept: „Mit-Verstehen“.

In: Erzeugen und Nachvollziehen von Sinn
In: Die Mimesis und ihre Künste

The text offers a close reading of the report of the death of Hippolyte in the fifth act of Racines tragedy „Phèdre“. The monstrous is shown to pervade every detail of the descripton given by Théramène of Hippolyte’s death caused by the sudden appearance of a monster from the sea. The monstrous is shown to be essentially the fearful loss of categories and clear distinctions between man and beast, life and death, order and chaos. Within the classicist program the monstrous constitutes an undomitable trace of the world of indistinction, mixture, and hybrids which it was supposed to overcome or to supress. The presentation of a monstrous, bestial dimension takes on a universal dimension, signifying no less than a total recall and dark parody of the order of divine creation, suggesting a breakdown of the human in emptiness and chaos prior to creation and without possible salvation.

In: Signatur und Phantastik in den schönen Künsten und in den Kulturwissenschaften der frühen Neuzeit
In: Transaktualität
Rationale, performative und mimetische Verstehensbegriffe in den Kulturwissenschaften
Während ‚Verstehen’ in der Wissenschaftsgeschichte primär als Sprachverstehen, als Verstehen in und durch die Sprache begriffen wird, wird hier mit dem ‚Sinn-Apriori’ sowie mit dem performativen und mimetischen Verstehen eine Grenze gezogen, die vor oder hinter dem Sprachverstehen liegt. Gerade die drei Bereiche des Sinn-Aprioris – das Nicht-Verstehen, die Erschütterung und das Fremde – eröffnen eine andere Dimension des Verstehens jenseits des Sprach-Verstehens über den performativen Vollzug und das mimetische Vermögen.
Was ist Mimesis? Seit der Antike wird diese Frage kontrovers diskutiert. Der Mensch ist nach Aristoteles das "mimetischste" aller Lebewesen: Durch "Nachahmung" lernt er, sich in der Welt zurecht zu finden; er freut sich daran, im Nachgeahmten Bekanntes wiederzuentdecken. Dieses grundlegende Vermögen gebrauchen die Künste in besonderer Weise. Welche Techniken nutzt die Mimesis in den Künsten? Wie verhält sie sich zu ihren Nachfolge- und Konkurrenzkonzepten (Realismus, Fiktion, Darstellung und Autonomie)? Wo liegen die Grenzen der Mimesis? Wie begründet sich die seit Platon vorgetragene Kritik und Polemik? Diese Fragen werden in den Beiträgen dieses Bandes aufgenommen und diskutiert.
Ästhetische Dauerhaftigkeit und Flüchtigkeit
Der Wunsch, Kunst möge die Zeit ihrer Herstellung überdauern, ist so alt wie die Kunst selbst. Doch was kann Dauerhaftigkeit bedeuten? In welchem Verhältnis steht sie zu den prinzipiell vergänglichen Momenten der Produktion und Rezeption? Wo stößt Dauerhaftigkeit an ihre Grenzen? Und wo und wie entfaltet Flüchtigkeit ihren Sinn?
Worin unterscheiden sich die unterschiedlichen Künste – die bildende Kunst, die Literatur, die Musik, das Theater und die Performancekunst – im Blick auf ihre Arbeit in und mit der Zeit? Im Zentrum des Buchs steht das prinzipiell spannungsvolle Verhältnis von Dauerhaftigkeit und Flüchtigkeit in den Künsten. Transaktualität fragt danach, wie Kunst in jeweils unterschiedlicher Weise über die aktuellen Momente ihrer Konkretion hinauszuweisen in der Lage ist – ohne dass man sie deswegen als zeitlos begreifen müsste.