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Zur intermedialen Poetik angloamerikanischer Ikontexte (1880-2000)
Beschreibungs-Kunst untersucht literarische Beschreibungstechniken wie Ekphrasis und Pikturalismus in sogenannten Ikontexten der anglo-amerikanischen AutorInnen Henry James, Ezra Pound, T. E. Hulme, H. D., D. H. Lawrence, Sylvia Plath, A. S. Byatt und Charles Simic. Den zwischen 1880 und 2000 entstandenen Romanen, Erzählungen und Gedichten liegt eine intermediale Poetik zugrunde, die Text und Bild zusammenbringt. Wenn es um die Bestimmung der spezifischen Eigenarten unterschiedlicher Medien und die Analyse ihres Zusammenspiels geht, erhalten solche literarischen Texte, die ihre eigene Medialität reflektieren, eine besondere Relevanz. Sie tragen in besonderem Maße dazu bei, den Ort der Literatur und die Rolle der Schrift in unserer Gesellschaft auszuloten. Zu diesen Texten gehören die in Beschreibungs-Kunst untersuchten Beispiele, die auf vielfältige Weise mit ihrem medial Anderen, den Bildern, interagieren.
In: Wortsünden
Zur Cézanne-Rezeption in der Bloomsbury Group
Author: Karolina Jeftic
Welche Rolle spielt die Fotografie für die Romane Virginia Woolfs? Was hat Cézanne mit der englischen Literatur um 1900 zu tun? Was sieht
D. H. Lawrence in seinen Bildern? Ist Roger Fry wirklich ein Formalist?
Diese und andere Fragen verfolgt Karolina Jeftic in ihrem neuen Buch.
Es widmet sich den Wechselbeziehungen zwischen der visuellen Kultur und der Literatur in der englischen Moderne. Am Beispiel der Bloomsbury Group wird gezeigt, wie die Kunst in einer verstärkten Auseinandersetzung mit Fragen der Visualität den Realismus überwindet.
Rhetorik des Körpers in den Autobiographien von Michael Leiris
In der Lektüre des vielbändigen autobiographischen Werks von Michel Leiris (1901-1990) führt Regine Strätling exemplarisch vor, wie sich in der Bezugnahme auf den eigenen Körper pragmatische, epistemologische und darstellungslogische Dimensionen autobiographischen Schreibens bündeln.
Subjekte entwerfen sich maßgeblich über ihr Bild vom eigenen Körper. Das lässt sich auch an autobiographischen Subjektivierungsformen ablesen. Der eigene Körper ist dabei allerdings notwendig ein konstruierter und kodierter und von poetologischen und rhetorischen Verfahren nicht zu trennen. Der Körper ist Figur, mag diese auch für eine unfigürliche Kreatürlichkeit stehen.
Antigenerisches Schreiben. Von Sterne zu Dostoevskij, von Flaubert zu Nabokov
Wenn es ums Schaffen geht oder gar ums Schöpferische, liegt nichts so nahe wie das scheinbar unerschöpfliche Feld der Geburtsmetaphern, das Reden vom Zeugen und Empfangen, vom Austragen und Gebären eines Werkes, das für das Kind steht – ja dieses gar ersetzen soll.

Die in diesem Band versammelten Überlegungen verknüpfen drei Problemkreise: Es geht um die Projektionsfigur der Musen und ihrer Kollision mit der Dichtergeliebten, um die permanente Autoritätskrise im Verhältnis des Autors zu seinen eigenen Geschöpfen und um die Entdeckung eines Kunstschaffens und Schreibens, das alle genetischen wie generischen Modi der Hervorbringung gegen den Strich dichtet und also konsequent antigenerisch verfährt. Vorgeführt werden diese drei Problemkreise an klassischen Texten des Antigenerischen. Zuletzt bleibt die Frage nach den Musen der Musen und den Paradoxa der Dame Dichterin mit Blick auf ihre Inspirationsquellen.
Author: Sarah Fekadu
»I always think of my books as music before I write them«, schrieb Virginia Woolf 1940. Was macht die Musik für sie und andere angloamerikanische Autoren des frühen 20. Jahrhunderts so attraktiv? Offenbart sich in der Auseinandersetzung mit Musik das ästhetizistische Erbe der Modernisten oder steht sie im Zeichen einer radikal neuen Ästhetik? Sarah Fekadu untersucht die Bezugnahmen auf Musik im Schreiben dreier Hauptvertreter der angloamerikanischen klassischen Moderne: Amy Lowell, Ezra Pound und Virginia Woolf. Jenseits der dominanten (Selbst-)Deutung der modernistischen Ästhetik als visueller Ästhetik, so die These, bildet die Musik einen der Dreh- und Angelpunkte modernistischer Selbstpositionierungen. Wie bereits für die Literatur der Romantik hat sie auch für die Literatur des frühen 20. Jahrhunderts eine zentrale Funktion.
Randgänge ästhetischer Subjektivität bei Fernando Pessoa, Samuel Beckett und Friederike Mayröcker
Author: Julia Weber
Die literarische Moderne ist ohne eine Vielzahl von Formen der Subjektentgrenzung kaum denkbar. Diese werden jedoch oft als Ausdruck tiefgreifender (Selbst-) Entfremdungsprozesse gewertet und selten in ihrer positiven Qualität als alternative Formen von Subjektivierung gewürdigt. Julia Weber deutet literarische Ich-Vervielfältigungen dagegen als schöpferische Auseinandersetzungen mit verlorenen Subjektgarantien. Gerade die Texte Fernando Pessoas, Samuel Becketts und Friederike Mayröckers reizen den mit der Ich-Vervielfältigung einhergehenden Kontrollverlust mit jeweils unterschiedlichen literarischen Strategien so weit aus, dass alternative Formen einer multiplen Subjektivität sichtbar werden.
Eine Re-Lektüre
Der Musikhistoriker Carl Dahlhaus, eine der prägenden Figuren der westdeutschen Musikwissenschaft nach 1945, gehört zu den wenigen Musikwissenschaftlern, die jenseits der Fachgrenzen international Beachtung fanden.
Dahlhaus gelang es, sein stets musikbezogenes Denken aus einem Horizont zu entwickeln, der Geschichts- und Literaturwissenschaften sowie Philosophie einschloss. Noch immer werden seine Werke im fächerübergreifenden Diskurs zitiert. Parallel zur weltweiten Rezeption begann in den frühen 1990er Jahren eine kritische Auseinandersetzung mit den historiographischen und methodologischen Voraussetzungen von Dahlhaus‘ Musikgeschichtsschreibung. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Herausforderungen unterzieht der Band die Grundlagen der Musikgeschichte einer erneuten Lektüre.