in Synergies in Visual Culture / Bildkulturen im Dialog
in Fiktion und Fiktionalität in den Literaturen des Mittelalters
in TABU
in Fiktion und Fiktionalität in den Literaturen des Mittelalters
in "Der Mensch ist nur Mensch durch Sprache"
in Anthropologie und Ästhetik
in Bild und Latenz
in Bild, Blick, Berührung
Die Mysterien der Repräsentation und die Berechenbarkeit der Welt
Reihe: Kulturtechnik
HerausgeberInnen: Horst Bredekamp und Pablo Schneider
Im Jahre 1610 beklagte der englische König Jakob I., daß 'heutzutage nichts unerforscht' sei, weder die 'allerhöchsten Mysterien der Gottheit', noch die 'tiefsten Mysterien, die zu den Personen von Königen und Prinzen gehören, die Götter auf Erden sind.' Mit diesen Worten beschrieb der Monarch die sich ankündigenden, grundlegenden Verschiebungen im Gefüge der Herrschaftsvermittlung. Denn die politischen Systeme der Zeit waren auf Staatstheorien gegründet, die sich durch die visuelle Umsetzung in der Repräsentation etabliert hatten. Es war die ikonische Qualität des Bildes, die die Grundlage der Repräsentationssysteme der Frühen Neuzeit bildete. Nur diese konnten die Mysterien der Herrschaft, dem Anspruch nach angemessen, repräsentieren. Inwieweit dieser Konzeption durch die sich Schritt für Schritt professionalisierenden Künste und Wissenschaften der Frühen Neuzeit die Legitimation entzogen wurde und welche Gegenstrategien entwickelt wurden, zeigt der Band aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Beiträge entstammen den Disziplinen Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften und Germanistik und stellen die bisher kaum thematisierte Frage nach der Diskrepanz von Mysterien der Herrschaft und der Berechenbarkeit der Welt. Hierbei kommt dem Bild als Ort des Konfliktes wie auch als Ort von Harmonisierungsversuchen eine zentrale Rolle zu. Horst Bredekamp ist Kunsthistoriker und Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Forschungsschwerpunkte: Bildersturm, Skulptur der Romanik, Kunst der Renaissance und des Manierismus, Politische Ikonographie, Kunst und Technik, Neue Medien.
HerausgeberInnen: Horst Bredekamp und Gottfried Boehm
Obgleich Bilder längst wie kein anderes Medium unsere Alltagskultur beherrschen, ist unsere visuelle Kompetenz noch immer außerordentlich mangelhaft ausgeprägt. Noch immer werden Bilder ausschließlich als 'Bilder von etwas' verstanden, statt in ihrer eigenen Leistung und Logik. Der von den zur Zeit wohl prominentesten Bild-und Kunstwissenschaftlern Gottfried Boehm und Horst Bredekamp herausgegebene Band macht mit diesem Vorurteil Schluss. Er versammelt nicht nur bedeutende Experten aus verschiedenen Disziplinen und Ländern, sondern auch schön lesbare und faszinierende Antworten auf höchstmöglichem Niveau.