Das Modell der Statue und die Entdeckung der "Darstellung" im 18.Jahrhundert
in Poetica
in Im Agon der Künste
in Figur und Figuration
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in Abenteuer
Ursprungsfiguren und Anfangskonstruktionen der Moderne
Reihe: Anfänge
HerausgeberInnen: Eckhard Schumacher und Inka Mülder-Bach
Noch vor wenigen Jahrzehnten galt die Suspension der Anfangsfrage, der "Abschied vom Prinzipiellen", als eine zentrale Errungenschaft der Moderne. Heute dagegen muß man zur Kenntnis nehmen, daß Anfangsmythen territoriale Ansprüche und ethnische Exklusionen legitimieren, daß die Unantastbarkeit von Gründungstexten und Gründerfiguren gewaltsam durchgesetzt wird und daß Fundamentalisten mit Lehren von göttlicher Schöpfung und intelligent design in dem selben Moment schulische Lehrpläne erobern, in dem Gentechniker an der Produktion von Leben basteln.Vor diesem Hintergrund unternimmt es der Band, Prozesse der Modernisierung über die Denkfigur des Anfangs neu in den Blick zu nehmen.
Casus und Lapsus
Reihe: Anfänge
HerausgeberInnen: Inka Mülder-Bach und Michael Ott
Der Band untersucht literarische Texte im Spannungsfeld von Fallgeschichten und Sündenfall-Mythos vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwartsliteratur. Seit dem 18. Jahrhundert macht die Fallgeschichte in Recht, Medizin, Psychologie und Literatur Karriere. Als interdiskursives Genre erzeugt und ordnet sie Wissen von Einzelfällen und verhandelt Verhältnisse von Besonderem und Allgemeinem, von Norm und Abweichung. Neben dem casus der Fallgeschichte bleiben jedoch auch der lapsus und die Erzählung vom Sündenfall virulent. Aus der semantischen Verschränkung von casus und lapsus ergeben sich paradoxe Fälle, in denen sich die Aporien normativer und epistemologischer Ordnungen zeigen. Das Interesse des vorliegenden Bandes gilt dem Profil solcher Fälle, ihrer Konstruktion, ihren epistemologischen Implikationen und dem, was sie immer wieder aufs Neue hervortreibt.
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