In: Zugänge zu Metaphern - Übergänge durch Metaphern
Religionshermeneutische Studien zur Konstruktion von Norm und Abweichung
Series:  Kulte / Kulturen
Die Problemlagen, die das Aufkommen der Unterscheidung von Orthodoxie und Häresie bedingen, die Konstruktion der Unterscheidung und ihre paradoxen Folgewirkungen bilden den Gegenstand der im vorliegenden Band versammelten Studien renommierter Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Fachgebieten. Mit ihrer Hilfe wurde bewußt versucht, die eingeschränkte Perspektive auf das frühe Christentum um Untersuchungen aus anderen Kulturen und Zeiten zu erweitern. Kulturell, um zu erfahren, ob und in welcher Form sich die Vorstellungen von Häresie auch in Religionskulturen Vorderasiens und Ostasiens finden. Zeitlich, um bessere Kenntnis darüber zu erlangen, ob sich der Gegensatz von Häresie und Orthodoxie in der Neuzeit und in der Moderne aufzulösen begonnen hat, oder ob er eher in andere Sphären Einzug hielt.
Kontrastierung aktueller disziplinärer Perspektiven
Im Band »Zugänge zu Metaphern - Übergänge durch Metaphern« werden aktuelle theoretische und empirische Forschungsansätze aus Geistes-, Sozial- und Kognitionswissenschaften präsentiert und jeweils fachfremd kommentiert.
Auf diese Weise werden einerseits die disziplinären Perspektiven auf metaphorische Strukturen konturiert. Andererseits treten im Vergleich Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Domänen hervor, welche die Potentiale einer interdisziplinär ausgerichteten Metaphernforschung aufzeigen. Vor allem wird deutlich, dass die Komplexität der Metapher sowohl die Berücksichtigung struktureller Aspekte des textlichen Phänomens als auch die Fokussierung individueller Rezeptionsbedingungen erfordert.