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In: Poetologisch-poetische Interventionen - Gegenwartsliteratur schreiben
In: Poetologisch-poetische Interventionen - Gegenwartsliteratur schreiben
In: Ethik des Verstehens
In: Dinge im Werk Thomas Manns
Author: Iris Hermann

Abstract

Der Beitrag widmet sich dem Thema ‚Auslöschung‘ in mehrerlei Hinsicht. Im Fokus stehen die bewussten und bewusst inszenierten Prozeduren der Auslöschung als einem Teil des poetischen Prozesses. Zwei Beispiele möchte ich in diesem Zusammenhang analysieren. Im ersten Beispiel (BEI DEN ZUSAMMENGETRETENEN), einem Gedicht von Paul Celan, wird im Vergleich der verschiedenen Fassungen deutlich, wie das Korrigieren und Neuschreiben eines Gedichtentwurfes vor allem das Löschen konkreter biographischer Spuren bedeutet und dazu führt, dass die Sprachbilder deutlich reduziert werden. In einem zweiten Beispiel, einem Gedichtband von Uljana Wolf, geht es um eine besondere Form der Intertextualität, sogenannte Erasure Poetry, der Auslöschungsprozeduren und Überschreibungen zugrunde liegen. Hier sind es die Sonetts of a Portuguese von Elizabeth Barrett Browning, aus denen über die Übersetzung von Rainer Maria Rilke ein ganz eigener Text geschaffen wird, dessen Material jedoch zu hundert Prozent aus dem Ursprungstext besteht. Durch die Auslöschungsprozesse, die Verdichtungen darstellen und Neuakzentuierungen vornehmen, wird aus dem Vorhandenen ein neuer Text refabriziert.

In: Lethe-Effekte
In: Joseph Roth unterwegs in Europa
Forensik des Vergessens in Literatur, Comic, Theater und Film
Der mythologische Fluss Lethe dient als Leitmotiv für das Aufspüren diverser medialer Strategien zum Vergessen in Lyrik, Prosa, Comic, Theater und Film. In Anlehnung an forensische Verfahren zeichnet sich eine kritische Auseinandersetzung mit etablierten Erinnerungsdiskursen zum vergangenen Jahrhundert ab. Ermittelt werden poetisch profilierte Widersprüche, prosaische Ausdrucksformen von Demenz, topografische Projektionen sowie Umwertungen eines gemeinhin belastenden Vergessens.
Der Band bietet Einblicke in neueste literaturwissenschaftliche, editorische und biografische Erkenntnisse der Joseph-Roth-Forschung.
Das Spektrum der Beiträge reicht von einer kritischen Auseinandersetzung mit Desideraten in der Editionspraxis über Fragen zur Mobilität und Identität sowie zur europäischen Moderne bis zu biografischen Einsichten. Die Autor:innen beschreiben differenzierte Möglichkeiten der Herangehensweise an unterschiedliche Textsorten und das Leben Joseph Roths im Kontext zeitgenössischer Diskurse über die Großstadt, den Film, das Hotel, den Faschismus, das Judentum und in Bezug auf Erzählformen. Mit Texten von Hans Richard Brittnacher, Armin Eidherr, Iris Hermann, Aneta Jachimowicz, Katarzyna Jaśtal, Maria Kłańska, Bastian Lasse, Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos, Rainer-Joachim Siegel.
Der Band befasst sich unter Rückgriff auf Ansätze der Material Culture Studies mit der Darstellung von Objektwelten, d.h. einzelnen Dingen oder auch Ding-Ansammlungen, im Werk Thomas Manns. In jüngster Zeit erfährt die materielle Seite von Kultur großes Interesse in den Geisteswissenschaften, die insbesondere die Frage nach der Welt der Dinge in den Fokus rücken. Obgleich sich in Thomas Manns Texten eine Vielzahl von Objekten finden lässt, denen als Dingmotiven zentrale Bedeutung zukommt, wurde das Werk eines der größten deutschen Erzähler des 20. Jahrhunderts noch nicht unter Rückgriff auf Ansätze der Material Culture Studies untersucht. Diese Forschungslücke schließt der vorliegende Band und eröffnet damit innovative Perspektiven für die Thomas Mann-Forschung.