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  • Author or Editor: Jörn Steigerwald x
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In: Aisthesis und Noesis
In: Tränen
In: Moralistik
In: Komparatistik heute
Molières Komödien für Versailles
Series:  Poesis, Volume: 2
Molière ist in zweifacher Weise als Komödiendichter für Versailles zu verstehen: Zum einen ist er mit seinen Komödien an allen großen Festen des Königs Louis XIV. in Versailles beteiligt. Zum anderen ist Molière wie kaum ein Dichter seiner Zeit in das so genannte ‚Premier Versailles‘ integriert, dem Zeitraum, der maßgeblich für die Herausbildung der Literatur und Kultur der ‚Galanterie‘ war. Der Blick auf Molière und seine Komödien als integrale Bestandteile dieses Versailles ermöglicht sowohl ein besseres Verständnis der heutzutage eher weniger beachteten Balletkomödien wie dem „Malade imaginaire“ als auch ein neues Selbstverständnis der höfischen Gesellschaft Frankreichs und dessen obersten Repräsentanten, Louis XIV., wie im „Tartuffe“. Schließlich wird auf diese Weise die Bedeutung von Komödien wie der „Princesse d’Élide“ erstmals lesbar, die für eine spezifisch höfische Form der Galanterie einstehen und ein neues, dynastisches Modell präsentieren.
In: Artes
Das Theater der Frühaufklärung (1680-1730)
Series:  Poesis, Volume: 1
Die Beiträge des vorliegenden Bandes analysieren, wie die sozialen und kulturellen Transformationen um 1700 in den europäischen Theatern in Szene gesetzt und zugleich kritisch reflektiert werden. Dabei wird untersucht, inwiefern neue Formen der Dramatik erprobt werden, um die sozialen, emotionalen und kulturellen Veränderungen der Frühaufklärung adäquat zu erfassen und wie diese in den zahlreichen Debatten und Diskussionen behandelt werden. Reflektiert wird zudem, inwiefern das tendenziell international ausgerichtete Theater der Zeit in die nationalen Kontexte eingebunden wird und damit verbunden, wie der geleistete Transfer mit Akkulturationen einhergeht, und wie diese wiederum auf ausländische Diskussionen und Produktionen rückwirken. Schließlich werden die zeitgenössischen Um- und Neucodierungen von zentralen Konzepten der Dramatik in den Blick genommen, wie die Neubestimmung der Wahrscheinlichkeit oder der bienséance, sowie die Herausbildungen neuer dramatischer Genres.

Abstract

Carlo Goldoni’s comedy La locandiera as well as Gotthold Ephraim Lessing’s tragedy Emilia Galotti expound the problems of the order of the household in the early modern period. Both dramas focus on the power and the position of the father in the Enlightenment in order to reflect the transformations of the household and the dynamics due to the changing of positions in the family. These shifts become visible in the interaction of fathers and daughters with two remarkable effects: The presence of the father results in the daughter being incapable of acting, like Emilia Galotti, while his absence provokes an overacting of the daughter, like Mirandolina. Both women were not educated by their fathers and/or mothers to act self-aware and self-regulated in private and public spaces. On the contrary, they act in the name of the father without being able to reflect their actions and especially the consequences and effects of their activities – for themselves and others.

In: Artes
Aktuelle Positionen der Vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft
Der Band geht auf eine Ringvorlesung an der Universität Paderborn im Sommersemester 2017 zurück. Die versammelten Beiträge gegenwärtiger Fachvertreter*innen unternehmen eine aktuelle Standortbestimmung der Komparatistik. Diskutiert werden vor diesem Hintergrund und anhand paradigmatischer Beispiele (1) die Ausweitung der Literaturwissenschaften – zu denen die Komparatistik seit ihrer Gründung und nach wie vor zu zählen ist – zu den Kulturwissenschaften, (2) Möglichkeiten des Fortbestehens und der Neubegründung komparatistischer Traditionen sowie (3) Konzeptionen des Faches, denen ein transkulturelles Verständnis der – insbesondere europäischen – Literatur und Kultur von der Antike bis zur Gegenwart zugrunde liegt.
Zwei Erkenntnisformen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Dem immer wieder unternommenen Versuch, Literatur in den unverbindlichen Bereich der ›Unterhaltung‹ abzudrängen, liegt eine falsche Idee davon zugrunde, was menschliches Wissen und was Literatur ist. Literatur kann zwar Wissen begleiten, es auch illustrieren und transportieren, vor allem aber, so die These dieses Bandes, ist Literatur selbst ein Wissen eigener Art. Von den »Wüstenvätern«, Giordano Bruno, Nikolaus von Kues, Baumgarten, Goethe, Hamann und Mendelssohn, über Baudelaire und Pirandello bis zu Musil, Hans Henny Jahnn, Wilhelm Genazino und W.G. Sebald geben die Beiträge dem Thema ein präzise kontextualisiertes Profil.