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In: Erschöpfungsgeschichten
Author: Jan Gerstner

Abstract

This article examines the structural analogy between the literary idyll and tourism that lies in the specific difference between idyllic and touristic spaces on the one hand and those of a modern, functionally differentiated, and rational everyday life on the other. The peak in the production of literary idylls as well as the onset of tourism in the late 18th and early 19th century can thus be conceptualized as a reaction to experiences of alienation due to emerging processes of modernization. An analysis of Goethe’s Der Wandrer shows however how literary idylls not only helped to shape the tourist gaze, but also reflected on the touristic and idyllic experience as an experience between foreignness, alienation and belonging.

In: Sprache und Literatur
Kehrseiten und Kontrapunkte der Moderne
Erschöpfung ist zu einer der häufigsten Zeitdiagnosen unserer Gegenwart avanciert. Ausgangspunkt des Bands ist die These, dass die Entstehung der modernen Arbeits- und Leistungsgesellschaft schon immer von Erschöpfungsgeschichten begleitet wird.
Sie bilden Kehrseiten und Kontrapunkte der Moderne, in denen teils offen, teils verdrängt ein Unbehagen an der Kultur zum Ausdruck kommt, das mit der Negation von Arbeit und Produktivität Leitbegriffe des modernen Selbstverständnisses infrage stellt. Die Beiträge dieses Bands unternehmen den Versuch, die Moderne als Erschöpfungsgeschichte zu lesen. Dabei rücken nicht nur das Verhältnis von Erschöpfung, Kapital und Arbeit sowie mit Erschöpfung assoziierte Pathologien (Burnout, Depression) in den Fokus. Mit Blick auf die Literatur geht es ganz zentral um Schreibweisen sowie die spezifische Verfasstheit einer „Ästhetik der Erschöpfung“.